<?xml version="1.0" encoding="utf-8" ?>
<?xml-stylesheet href="/templates/default/atom.css" type="text/css" ?>

<feed 
   xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom"
   xmlns:rdf="http://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#"
   xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
   xmlns:admin="http://webns.net/mvcb/"
   xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
   xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/">
    <link href="http://www.isebek-initiative.de/feeds/atom.xml" rel="self" title="Projektgruppe Stadtnatur Hamburg" type="application/atom+xml" />
    <link href="http://www.isebek-initiative.de/"                        rel="alternate"    title="Projektgruppe Stadtnatur Hamburg" type="text/html" />
    <link href="http://www.isebek-initiative.de/rss.php?version=2.0"     rel="alternate"    title="Projektgruppe Stadtnatur Hamburg" type="application/rss+xml" />
    <title type="html">Projektgruppe Stadtnatur Hamburg</title>
    <subtitle type="html">auf Seiten der Isebek-Initiative</subtitle>
    <icon>http://www.isebek-initiative.de/templates/default/img/s9y_banner_small.png</icon>
    <id>http://www.isebek-initiative.de/</id>
    <updated>2012-01-27T23:56:42Z</updated>
    <generator uri="http://www.s9y.org/" version="1.3.1">Serendipity 1.3.1 - http://www.s9y.org/</generator>
    <dc:language>de</dc:language>

    <entry>
        <link href="http://www.isebek-initiative.de/archives/27-Stadtnaturschutz-am-Isebek.html" rel="alternate" title="Stadtnaturschutz am Isebek" />
        <author>
            <name></name>
                    </author>
    
        <published>2011-11-14T21:30:07Z</published>
        <updated>2012-01-27T23:56:42Z</updated>
        <wfw:comment>http://www.isebek-initiative.de/wfwcomment.php?cid=27</wfw:comment>
    
        <slash:comments>0</slash:comments>
        <wfw:commentRss>http://www.isebek-initiative.de/rss.php?version=atom1.0&amp;type=comments&amp;cid=27</wfw:commentRss>
    
    
        <id>http://www.isebek-initiative.de/archives/27-guid.html</id>
        <title type="html">Stadtnaturschutz am Isebek</title>
        <content type="xhtml" xml:base="http://www.isebek-initiative.de/">
            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                <h1>Naturschutz in der Stadt: <a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/bz/D_II_111114_Isebek-Schutzgebiet.pdf">das Isebek-Modell</a><br /></h1>

<p><strong>Der <a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/dokumente/background/Ufergehoelzsaum_Goebenbruecke.pdf">Ufergehölzsaum am Isebekkanal</a> in Hamburg-Eimsbüttel<a class='serendipity_image_link' href='http://www.isebek-initiative.de/uploads/sn/Ufergehoelz-vor-Hoheluftbruecke_080611-10.jpg' onclick="F1 = window.open('/uploads/sn/Ufergehoelz-vor-Hoheluftbruecke_080611-10.jpg','Zoom','height=1695,width=2255,top=-328,left=-480,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes'); return false;"><!-- s9ymdb:617 --><img class="serendipity_image_left" width="110" height="83" style="float: left; border: 0px; padding-left: 5px; padding-right: 5px;" src="http://www.isebek-initiative.de/uploads/sn/Ufergehoelz-vor-Hoheluftbruecke_080611-10.serendipityThumb.jpg" alt="" /></a> ist wertvollster Bestandteil des <a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/dokumente/background/IsebekPark_Karte_081125.pdf">Isebek-Parks</a>, dessen Einrichtung 2009 aufgrund eines Bürgerbegehrens <a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/dokumente/background/Buergerbegehren-als-Beschluss-der-Bezirksversammlung1.pdf">vom Bezirksparlament beschlossen</a> wurde. Die ISEBEK-INITIATIVE schlägt vor, den ökologisch und landschaftlich hochwertigen Ufergehölzsaum nach <a href="http://www.gesetze-im-internet.de/bnatschg_2009/__29.html">§ 29 Bundesnaturschutzgesetz</a> als <em>Geschützten Landschaftsbestandteil</em> unter Schutz zu stellen.</strong><br /></p>

<hr />

<p><br />
<a class='serendipity_image_link' href='http://www.isebek-initiative.de/uploads/sn/ProStadtnatur_Logo1.jpg' target="_blank"><!-- s9ymdb:515 --><img class="serendipity_image_right" width="110" height="36" style="float: right; border: 0px; padding-left: 5px; padding-right: 5px;" src="http://www.isebek-initiative.de/uploads/sn/ProStadtnatur_Logo1.serendipityThumb.jpg" alt="" /></a><em>Nächstes Treffen der <a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/sn/HamburgerManifestZurStadtnatur.pdf">Projektgruppe Stadtnatur Hamburg</a> am Mittwoch, 8. Februar 2012, um 19 Uhr im <a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/sn/Lageplan-Buergertreff_Projektgruppe-Stadtnatur1.pdf">Bürgertreff Altona-Nord</a>.</em><br />
<a class='serendipity_image_link' href='http://www.isebek-initiative.de/uploads/sn/120127_BUECHER_Gehoelzbestimmung-im-Winter.jpg' target="_blank"><!-- s9ymdb:651 --><img class="serendipity_image_left" width="78" height="110" style="float: left; border: 0px; padding-left: 5px; padding-right: 5px;" src="http://www.isebek-initiative.de/uploads/sn/120127_BUECHER_Gehoelzbestimmung-im-Winter.serendipityThumb.jpg" alt="" /></a><br />
<em><strong>Aktuell:</strong> <a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/sn/120127_BUECHER_Gehoelzbestimmung-im-Winter.pdf"><strong>Gehölzbestimmung im Winter</strong></a>: EXKURSION DER PROJEKTGRUPPE STADTNATUR HAMBURG ins Niendorfer Gehege am <strong>Sonntag, 5. Februar 2012</strong>. Treffen um 11 Uhr an der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Niendorfer_Marktkirche">Niendorfer Marktkirche</a>. Eine selbst mitgebrachte Lupe (etwa 10 x) hilft beim Erkennen der Knospen, Blattnarben und Korkporen.</em><br /></p>

<hr />

<p><br />
Wichtigste Ziele des vom Hauptausschuss der Eimsbütteler Bezirksversammlung am 13. August 2009 beschlossenen <a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/dokumente/unterschriften/20080821-Buergerbegehren-Unterschriftenliste.pdf">Bürgerbegehrens "Hände weg vom Isebek!"</a> sind:<br />
<br />
<em>" ... die Erhaltung und die naturnahe Gestaltung des Grünzuges am Isebekkanal zwischen Weidenstieg und Hoheluftbrücke, seine vollständige Bewahrung vor strukturverändernden Abholzungen, vor Bebauung, Versiegelung und anderen beeinträchtigenden Nutzungen, ... seine Ausweisung als Öffentliche Grün- und Erholungsanlage unter dem Namen ISEBEK-PARK mit <strong>Unterschutzstellung der ökologisch wertvollen Ufergehölze</strong> ..."</em><br />
<br />
Die <a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/bz/BV_110929_TOP5-3_Isebek-Park.pdf">Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU)</a> der Freien und Hansestadt Hamburg hat inzwischen zugesagt, die Bekanntmachung der Flächen am Isebek im Verzeichnis der öffentlichen Grün- und Erholungsanlagen unter dem Namen Isebek-Park zu unterstützen. Geprüft werde auch, den hochwertigen Ufergehölzsaum in das Biotopverbundsystem aufzunehmen und entsprechend planerisch zu sichern.<br />
<br />
Zur operationalen Umsetzung des Schutzes des ökologisch und landschaftlich wertvollen Ufergehölzsaums schlägt die ISEBEK-INITIATIVE dessen Ausweisung als <a href="http://www.gesetze-im-internet.de/bnatschg_2009/__29.html">Geschützter Landschaftsbestandteil</a> gemäß § 29 Bundesnaturschutzgesetz vor. Auch der zwischenliegende Isebekkanal sollte in das <a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/bz/111114_Isebek-Schutzgebiet.pdf">Schutzgebiet</a> einbezogen werden.<br />
<br />
<h2>A.   Gesetzliche Vorgaben <br /></h2></p>

<p>Das Bundesnaturschutzgesetz führt in <a href="http://www.gesetze-im-internet.de/bnatschg_2009/__20.html">§ 20 Absatz 2</a> sieben gesetzliche Optionen auf, Teile von Natur und Landschaft zu schützen. Eine dieser Optionen, Nr. 7, ist der geschützte Landschaftsbestandteil. Er wird in <a href="http://www.gesetze-im-internet.de/bnatschg_2009/__29.html">§ 29 Absatz 1 Bundesnaturschutzgesetz</a> näher definiert:<br />
<br />
<em>"Geschützte Landschaftsbestandteile sind rechtsverbindlich festgesetzte Teile von Natur und Landschaft, deren besonderer Schutz erforderlich ist<br />
<br />
1.  zur Erhaltung, Entwicklung oder Wiederherstellung der Leistungs- und Funktionsfähigkeit des Naturhaushalts,<br />
<br />
2.  zur Belebung, Gliederung oder Pflege des Orts- oder Landschaftsbildes,<br />
<br />
3.  zur Abwehr schädlicher Einwirkungen oder<br />
<br />
4.  wegen ihrer Bedeutung als Lebensstätten bestimmter wild lebender Tier- und Pflanzenarten.<br />
<br />
Der Schutz kann sich für den Bereich eines Landes oder für Teile des Landes auf den gesamten Bestand an Alleen, einseitigen Baumreihen, Bäumen, Hecken oder anderen Landschaftsbestandteilen erstrecken."</em><br />
<br />
Alle vier im Gesetz genannte Schutzgründe treffen auf den Ufergehölzsaum des Isebekkanals zu.<br />
<br />
<h3>1. Erhaltung, Entwicklung und Wiederherstellung der Leistungs- und Funktionsfähigkeit des Naturhaushalts<br /></h3></p>

<p>Der Isebek-Grünzug mit seinem zentralen Ufergehölzsaum liegt in einem besonders dicht besiedelten Stadtteil, der mit Grün- und Freiflächen unterversorgt ist.<a class='serendipity_image_link' href='http://www.isebek-initiative.de/uploads/sn/Waermeinseln-Hamburg-2010.jpg' onclick="F1 = window.open('/uploads/sn/Waermeinseln-Hamburg-2010.jpg','Zoom','height=924,width=857,top=57.5,left=219,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes'); return false;"><!-- s9ymdb:618 --><img class="serendipity_image_left" width="102" height="110" style="float: left; border: 0px; padding-left: 5px; padding-right: 5px;" src="http://www.isebek-initiative.de/uploads/sn/Waermeinseln-Hamburg-2010.serendipityThumb.jpg" alt="" /></a> Durch die vielen Hauptverkehrsstraßen herrscht eine hohe Schadstoffbelastung der Luft vor. Aufgrund der geschlossenen Bauweise, der verminderten Luftfeuchtigkeit und des herabgesetzten Luftaustausches kommt es hier in heißen Sommern zur Ausbildung von <a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/sn/LWH2_Gruenflaechen-und-Stadtklima.pdf">gesundheitsgefährdenden Wärmeinseln</a>. Der Ufergehölzsaum am Isebekkanal mit seinem beachtlichen Grünvolumen hat deshalb eine große Bedeutung als Frischluftentstehungsgebiet ("grüne Lunge") und als klimatischer Ausgleichsraum für die umgebenden Stadtteile. <br />
<br />
Diese Stadtteile sind auf der Karte des <a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/dokumente/background/LAPRO_1997.pdf">Hamburgischen Landschaftsprogramms (LAPRO)</a> überwiegend als <a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/bz/Karte_Landschaftsprogramm_Entwicklungsbereich-Naturhaushalt.pdf">Entwicklungsbereich Naturhaushalt</a> gekennzeichnet: In ihnen <em>"ist die Belastungssituation (Immissionen, Überwärmung) stark erhöht ... Die Leistungsfähigkeit des Naturhaushaltes ist in diesen Bereichen stark eingeschränkt"</em> (LAPRO, S. 90). Entwicklungsziele sind daher unter anderem die <em>"Erhöhung des Grünvolumens im Rahmen grünplanerischer Maßnahmen, Erhöhung der Vegetationsmasse zur Bindung und Filterung von Stäuben in vorhandenen Grünflächen ... Vordringliche Berücksichtigung stadtklimatischer Kriterien ..."</em> (LAPRO, S. 91).<br />
<br />
Der dicht begrünte Ufergehölzsaum am Isebekkanal hat insoweit große Bedeutung für die Erhaltung, Entwicklung und Wiederherstellung der Leistungs- und Funktionsfähigkeit des Naturhaushalts im Eimsbütteler Kerngebiet.<br />
<br />
<h3>2.   Belebung, Gliederung und Pflege des Orts- und Landschaftsbildes<br /></h3></p>

<p>Die <a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/dokumente/background/Ufergehoelzsaum_Bundesstrasse.pdf">prächtige grüne Kulisse des Ufergehölzsaums am Isebekkanal</a> <a class='serendipity_image_link' href='http://www.isebek-initiative.de/uploads/bz/Ufergehoelzsaum_Bundesstrasse-1.jpg' onclick="F1 = window.open('/uploads/bz/Ufergehoelzsaum_Bundesstrasse-1.jpg','Zoom','height=1695,width=2255,top=-328,left=-480,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes'); return false;"><!-- s9ymdb:619 --><img class="serendipity_image_right" width="110" height="83" style="float: right; border: 0px; padding-left: 5px; padding-right: 5px;" src="http://www.isebek-initiative.de/uploads/bz/Ufergehoelzsaum_Bundesstrasse-1.serendipityThumb.jpg" alt="" /></a>schafft eine wohltuende Belebung und ästhetische Aufwertung des Landschaftsbildes zwischen dicht bebauten Stadtteilen. Der Ufergehölzsaum als stadtgliederndes und stadtgestalterisches Landschaftselement hat eine erhebliche Bedeutung für die Identität des Bezirks aus landschaftsplanerischer Sicht.<br />
<br />
Die große Wertschätzung, die der Uferwald am Isebekkanal bei der Bevölkerung genießt, lässt sich auch ablesen an der übergroßen Zahl von 12.600 Unterschriften für das <a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/dokumente/unterschriften/20080821-Buergerbegehren-Unterschriftenliste.pdf">Bürgerbegehren "Hände weg vom Isebek!"</a> und an der mit rund 70 Prozent überwältigenden Zustimmung zu dem <a href="http://www.isebek-initiative.de/archives/16-Eimsbuettler-Appell.html">Bürgerentscheid "Für die Respektierung des Bürgerwillens in Eimsbüttel!"</a>. Die Unterschutzstellung des Ufergehölzsaums am Isebekkanal als Geschützter Landschaftsbestandteil hat damit auch eine besondere demokratische Legitimation.<br />
<br />
<h3>3.  Abwehr schädlicher Einwirkungen<br /></h3></p>

<p>Die Ufergehölzsäume des Isebekkanals sind Gewässerrandstreifen im Sinne des Wasserhaushaltsgesetzes. Dort heißt es in <a href="http://www.gesetze-im-internet.de/whg_2009/__38.html">§ 38 Absatz 1</a>:<br />
<br />
<em>"Gewässerrandstreifen dienen der Erhaltung und Verbesserung der ökologischen Funktionen oberirdischer Gewässer, der Wasserspeicherung, der Sicherung des Wasserabflusses sowie der Verminderung von Stoffeinträgen aus diffusen Quellen."</em><br />
Und in Absatz 4:<br />
<em>"Eigentümer und Nutzungsberechtigte sollen Gewässerrandstreifen im Hinblick auf ihre Funktionen nach Absatz 1 erhalten."</em><br />
<br />
Der Gewässerzustand des Isebekkanals ist durch gelegentlich auftretende Überläufe des Mischwassersielsystems und potenziell auch durch Stoffeinträge des Oberflächenwassers belastet. Zur Umsetzung der europäischen <a href="http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=CONSLEG:2000L0060:20080321:DE:PDF">Wasserrahmenrichtlinie 200/60/EG</a> hat sich die <a href="http://www.buergerschaft-hh.de/Parldok/tcl/PDDocView.tcl?mode=show&amp;dokid=24661&amp;page=0">Stadt Hamburg für Gewässer</a> wie den Isebekkanal als Ziel gesetzt: ein <em>"gutes ökologisches Potenzial [bis 2015] und ein guter chemischer Zustand"</em>. Eine der Maßnahmen, dies zu erreichen, ist die <em>"Erhaltung und Schaffung von Gewässerrandstreifen"</em>. <br />
<br />
Die Ufergehölzsäume leisten mithin einen wichtigen Beitrag zur Abwehr schädlicher Einwirkungen auf den in seiner Wasserqualität zu verbessernden Isebekkanal.<br />
<br />
<h3>4.  Bedeutung als Lebensstätte wild lebender Tier- und Pflanzenarten<br /></h3></p>

<p>Auf den<a class='serendipity_image_link' href='http://www.isebek-initiative.de/uploads/sn/050429_Haubentaucher1.jpg' onclick="F1 = window.open('/uploads/sn/050429_Haubentaucher1.jpg','Zoom','height=553,width=667,top=243,left=314,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes'); return false;"><!-- s9ymdb:620 --><img class="serendipity_image_left" width="110" height="91" style="float: left; border: 0px; padding-left: 5px; padding-right: 5px;" src="http://www.isebek-initiative.de/uploads/sn/050429_Haubentaucher1.serendipityThumb.jpg" alt="" /></a> <a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/dokumente/background/Ufergehoelzsaum_Goebenbruecke.pdf">Uferböschungen des Isebekkanals</a> hat sich in den vergangenen Jahrzehnten eine naturnahe, üppige Vegetation als Wildwuchs entfalten können. Entsprechend ist der Ufergehölzsaum Habitat zahlreicher wild lebender Tierarten. Etwa 90 <a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/dokumente/background/Voegel-am-Isebek_Listen_090417.pdf">Vogelarten</a> lassen sich am Isebekkanal beobachten; 36 Arten brüten hier. Acht <a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/dokumente/background/Smolnik_090609_FledermausZwischenbericht.pdf">Fledermausarten</a> haben im Isebek-Grünzug ihre Lebensstätte. Fünf Libellenarten wurden am Isebekkanal registriert, darunter die <a class='serendipity_image_link' href='http://www.isebek-initiative.de/uploads/sn/080706_Ulmen-Zipfelfalter_Foto-von-Frank-Roebbelen1.jpg' onclick="F1 = window.open('/uploads/sn/080706_Ulmen-Zipfelfalter_Foto-von-Frank-Roebbelen1.jpg','Zoom','height=1899,width=2411,top=-430,left=-558,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes'); return false;"><!-- s9ymdb:621 --><img class="serendipity_image_right" width="110" height="86" style="float: right; border: 0px; padding-left: 5px; padding-right: 5px;" src="http://www.isebek-initiative.de/uploads/sn/080706_Ulmen-Zipfelfalter_Foto-von-Frank-Roebbelen1.serendipityThumb.jpg" alt="" /></a>schutzwürdige Gebänderte Prachtlibelle. Die Ulmen im Ufergehölzsaum des Isebekkanals sind Lebensraum des vom Aussterben bedrohten <a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/dokumente/background/IsebekInsekten_081110b.pdf">Ulmen-Zipfelfalters</a>, der in Hamburg auf der Roten Liste gefährdeter Arten steht.<br />
<br />
Der Isebek-Grünzug ist somit eine schutzwürdige Naturoase inmitten der Stadt. Sein <a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/dokumente/background/20080719-Isebek-Biotope.pdf">Ufergehölzsaum wurde vom Naturschutzamt als "wertvoll" eingestuft</a>. Solche Grünzüge an innerstädtischen Gewässern sind wichtig für die biologische Vielfalt, denn sie werden von Tieren als Durchgangskorridore zur Fortbewegung in der Stadt genutzt.<br />
<br />
Um die so mögliche Biotopvernetzung dauerhaft zu gewährleisten, sind gemäß <a href="http://www.gesetze-im-internet.de/bnatschg_2009/__21.html">§ 21 Bundesnaturschutzgesetz</a><br />
<br />
<em>"die oberirdischen Gewässer einschließlich ihrer Randstreifen, Uferzonen und Auen als Lebensstätten und Biotope für natürlich vorkommende Tier- und Pflanzenarten zu erhalten. Sie sind so weiterzuentwickeln, dass sie ihre großräumige Vernetzungsfunktion auf Dauer erfüllen können."</em><br />
<br />
Ufergehölzsaum und Isebekkanal haben daher eine besondere Bedeutung als innerstädtische Lebensstätten wild lebender Tier- und Pflanzenarten und als Teil des Hamburger Biotopverbundes.<br />
<br />
<h2>B.  Beispiele "Geschützter Landschaftsbestandteile" in Deutschland<br /></h2></p>

<p>Der <a href="http://www.gesetze-im-internet.de/bnatschg_2009/__29.html">Paragraph 29 des Bundesnaturschutzgesetzes</a> ist ein wertvolles Instrument des kleinräumigen Natur- und Landschaftsschutzes, hat aber in Hamburg bisher wenig Beachtung gefunden. Zur besseren Beurteilung seiner Schutzfunktion seien hier einige Beispiele seiner Anwendung in anderen Regionen Deutschlands mitgeteilt.<br />
<br />
<em><strong><a href="http://www.umweltbuero-weissensee.de/umwelt-blatt24.php">Einige Geschützte Landschaftsbestandteile in Berlin</a></strong><br />
 <br />
Grünanlage Hallesche Straße / Möckernstraße  (Friedrichshain-Kreuzberg)  0,70 ha<br />
Birkenhaag  (Steglitz-Zehlendorf)  5,00 ha<br />
Krugpfuhl Buchholz  (Pankow)  1,85 ha<br />
Teich Hansastraße  (Pankow)  4,50 ha<br />
Luch an der Margarethenhöhe  (Lichtenberg)  2,50 ha<br />
<br />
<strong><a href="http://www.google.de/search?hl=de&amp;source=hp&amp;q=%22gesch%C3%BCtzte+Landschaftsbestandteil%22&amp;btnG=Google-Suche">Einige Geschützte Landschaftsbestandteile in der Bundesrepublik Deutschland</a></strong><br />
<br />
Henneteiche  (Erfurt)  0,9 ha<br />
Mühlenberg  (Brodowin, NO-Brandenburg)  1,5 ha<br />
Goldgrube  (Speyer)  7,8 ha<br />
Hangquellmoor  (Leutra, Thüringen)  0,5 ha<br />
Winterling - Edellaubholzwald  (Jena)  4,7 ha<br />
Michaelsberger Garten  (Bamberg)  5,8 ha<br />
Wäldchen - Der neue Hof  (Weimar)  6,8 ha<br />
Laichgewässer Lütten Klein  (Rostock)  3,0 ha</em><br />
<br />
Die registrierten Geschützten Landschaftsbestandteile liegen sowohl in als auch außerhalb von Städten. Ihre Größe variiert zwischen 0,5 und 7,9 Hektar.<br />
<br />
<h2>C.  Ufergehölzsaum und Isebekkanal als Geschützter Landschaftsbestandteil<br /></h2></p>

<p><a class='serendipity_image_link' href='http://www.isebek-initiative.de/uploads/bz/111114_Isebek-Schutzgebiet.jpg' onclick="F1 = window.open('/uploads/bz/111114_Isebek-Schutzgebiet.jpg','Zoom','height=1557,width=2199,top=-259,left=-452,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes'); return false;"><!-- s9ymdb:622 --><img class="serendipity_image_right" width="110" height="78" style="float: right; border: 0px; padding-left: 5px; padding-right: 5px;" src="http://www.isebek-initiative.de/uploads/bz/111114_Isebek-Schutzgebiet.serendipityThumb.jpg" alt="" /></a>Für einen Geschützten Landschaftsbestandteil im geplanten Isebek-Park erscheinen zwei Varianten denkbar und sinnvoll:<br />
<br />
1.  Ufergehölzsaum zwischen Weidenstieg und Hoheluftbrücke:                ca. 1.5 ha<br />
     (grün auf der <a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/bz/111114_Isebek-Schutzgebiet.pdf">Karte</a>)<br />
<br />
2.  Ufergehölzsaum einschließlich Isebekkanal:                                              ca. 5.2 ha.<br />
      (grün und blau auf der Karte)<br />
<br />
Beide Varianten liegen im mittleren Streubereich der in anderen Teilen Deutschlands registrierten Geschützten Landschaftsbestandteile (s. Abschnitt B).<br />
<br />
Die Variante 2 (Ufergehölzsaum einschließlich Isebekkanal) erscheint insbesondere darum sinnvoll, weil der Isebekkanal Lebensraum zahlreicher Wasservögel und Insekten und bevorzugtes Nahrungsrevier der kleinen Fledermausarten (Mücken-, Zwerg-, Rauhaut-, Wasser- und Teichfledermaus) ist. <a class='serendipity_image_link' href='http://www.isebek-initiative.de/uploads/sn/05150027_Teichhuhn_Pulli_aufNest4.jpg' onclick="F1 = window.open('/uploads/sn/05150027_Teichhuhn_Pulli_aufNest4.jpg','Zoom','height=1667,width=2354,top=-314,left=-529.5,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes'); return false;"><!-- s9ymdb:623 --><img class="serendipity_image_left" width="110" height="78" style="float: left; border: 0px; padding-left: 5px; padding-right: 5px;" src="http://www.isebek-initiative.de/uploads/sn/05150027_Teichhuhn_Pulli_aufNest4.serendipityThumb.jpg" alt="" /></a>Bei einer Renaturierung von Teilen des Isebekufers ist der entstehende Land-Wasser-Übergangsbereich von besonderem ökologischen Wert, unter anderem als Brutareal von <a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/dokumente/background/Haubentaucher_050429_Auswahl.pdf">Haubentaucher</a>, <a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/dokumente/background/Blaesshuhn050508.pdf">Blässralle</a> und <a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/dokumente/background/Teichralle.pdf">Teichralle</a>. Darum sollte der Isebekkanal als verbindendes Gewässer gemeinsam mit seinem Ufergehölzsaum in den <strong><a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/bz/111114_Isebek-Schutzgebiet.pdf">Geschützten Landschaftsbestandteil "Ufergehölzsaum / Isebekkanal"</a></strong> integriert werden.<br />
<br />
Mit der Ausweisung eines Geschützten Landschaftsbestandteils wäre der Bezirk Eimsbüttel, dem bisher ein Naturschutzgebiet fehlt, wohl der erste Bezirk in Hamburg, der diese in der Hansestadt offenbar noch nicht genutzte Option des Naturschutzes einsetzen würde, um einem ökologischen und landschaftlichen Kleinod des Bezirks den ihm gebührenden Schutz zu geben.<br />
<br />
<br /></p>

<hr />

<p><strong>ISEBEK-SPENDENKONTO</strong><br />
für Öffentlichkeitsarbeit, Informationsbeschaffung <br />
und juristische Konsultation zum Schutz der Stadtnatur:<br />
<br />
ISEBEK-INITIATIVE<br />
Konto-Nr. 1637886<br />
Sparda-Bank Hamburg<br />
BLZ 20690500</p>
 
            </div>
        </content>
        
    </entry>
    <entry>
        <link href="http://www.isebek-initiative.de/archives/18-Investorenschutz-statt-Naturschutz.html" rel="alternate" title="Investorenschutz statt Naturschutz?" />
        <author>
            <name></name>
                    </author>
    
        <published>2010-06-24T10:13:36Z</published>
        <updated>2011-12-02T18:19:00Z</updated>
        <wfw:comment>http://www.isebek-initiative.de/wfwcomment.php?cid=18</wfw:comment>
    
        <slash:comments>0</slash:comments>
        <wfw:commentRss>http://www.isebek-initiative.de/rss.php?version=atom1.0&amp;type=comments&amp;cid=18</wfw:commentRss>
    
    
        <id>http://www.isebek-initiative.de/archives/18-guid.html</id>
        <title type="html">Investorenschutz statt Naturschutz?</title>
        <content type="xhtml" xml:base="http://www.isebek-initiative.de/">
            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                <h2><strong>NATURSCHUTZBUND SOLL BÜROBAU SCHÜTZEN:</strong><br /></h2>

<h2><strong>Alexander Porschkes Weg vom Mühlenberger Loch zum Isebek</strong><br /></h2>

<p><strong>In seiner Funktion als Vorsitzender des Hamburger Naturschutzbundes (NABU) hat sich der GAL-Politiker und Geschäftsmann Alexander Porschke in einer Pressemitteilung am 16. Juni 2010 für den Bau einer großen <a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/dokumente/background/Fritten-Kontor.pdf">Büroimmobilie mit Fastfood-Restaurant</a> zwischen Isebekkanal und U-Bahnhof Hoheluftbrücke in Hamburg-Eimsbüttel ausgesprochen. Er fiel damit einer Gruppe von Naturschützern in den Rücken, die sich  - als <em>ISEBEK-INITIATIVE für den Erhalt des Grünzuges am Isebekkanal</em> -  seit über zwei Jahren erfolgreich für die Bewahrung einer <a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/dokumente/background/20080719-Isebek-Biotope.pdf">Naturoase im Eimsbütteler Kerngebiet</a> einsetzt. <a class='serendipity_image_link' href='http://www.isebek-initiative.de/uploads/dokumente/background/Luftbild_Biotopverbund-Zerstoerung.jpg' target="_blank"><!-- s9ymdb:392 --><img class="serendipity_image_right" width="110" height="78" style="float: right; border: 0px; padding-left: 5px; padding-right: 5px;" src="http://www.isebek-initiative.de/uploads/dokumente/background/Luftbild_Biotopverbund-Zerstoerung.serendipityThumb.jpg" alt="" /></a>Porschke ließ den NABU politisch Partei ergreifen gegen ein <a href="http://www.isebek-initiative.de/archives/16-Eimsbuettler-Appell.html">Bürgerbegehren der Isebek-Initiative</a>, das die drohende Zerstörung der <a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/dokumente/background/Biotopverbund_Isebek-HoheluftBhf-Schlump.pdf">Biotopvernetzung des Isebek-Grünzuges</a> durch das geplante Bauvorhaben verhindern will. Schon einmal, im Jahre 1999, <a href="http://www.friedensblitz.de/geos/tiger.htm">hat Porschke der Natur und dem Naturschutz in Hamburg schweren Schaden zugefügt</a>, als er <a href="http://www.friedensblitz.de/geos/loch.htm">als Umweltsenator der Zubetonierung des ökologisch wertvollsten Bereichs des Mühlenberger Lochs zustimmte</a>, des größten europäischen Süßwasserwatts und des <a href="http://www.nabu.de/nabu/nh/jahrgang2005/heft4/04283.html#1">ehemals wichtigsten Wasservogelrastplatzes in Hamburg</a>. Gleichzeitig wurden damit 170 Hektar Rückhalteflächen beseitigt, in welche die stetig höher auflaufenden Sturmfluten ausweichen konnten.</strong><br />
<br />
Am 23. März 2010 übernahm A. Porschke den Vorsitz des NABU. Er musste dazu nicht einmal aus dem Hause gehen, denn er hat seinen Firmensitz dort, wo auch der NABU seine Geschäftsstelle hat, in der Eimsbüttler Osterstraße 58. Porschke, von Haus aus Ingenieur für Regelungstechnik, vermarktet dort unter anderem sein Herrschaftswissen und seine Beziehungen als ehemaliger Umweltsenator in einer Firma, die ursprünglich "Büro Porschke, Umwelt, Entwicklung, Kommunikation" hieß. Einige Monate vor Übernahme des NABU-Vorsitzes entfernte Porschke seinen Namen aus der Firmenbezeichnung; sie lautet nun "Gesellschaft für Umwelt, Entwicklung und Kommunikation (gumeko)". <br />
<br />
Zu den Auftraggebern des "Politikberaters" Porschke gehört  - laut gumeko-Website -  neben der Wirtschaftsbehörde Hamburg auch der Naturschutzbund Hamburg NABU. Der nun übernommene Vorsitz eben dieses Vereins ist für den Geschäftsmann Porschke sicher nicht von Nachteil. Und wie gut sich als ehemaliger Umweltpolitiker mit <a href="http://intranet.lsg.musin.de/biologie/Artikel/Biologie/B-%C3%96kologie/SZ-Im%20M%C3%BChlenberger%20Loch/im_m%C3%BChlenberger_loch_geht_der_na.htm">Umweltberatung für die Hamburger Wirtschaftsbehörde</a> Geld verdienen lässt, hat ja bereits der ehemalige umweltpolitische Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion, Bodo Fischer, gezeigt, der seinerzeit mit einem Gutachten seines Büros für Umweltberatung BFUB zum Mühlenberger Loch einen entscheidenden Beitrag zur Teilzerstörung des kostbaren Süßwasserwatts lieferte, für sein Gutachten und andere Dienstleistungen 10 Millionen Mark erhielt und als Koordinator der städtischen A380REA Realisierungsgesellschaft Finkenwerder mbH für die Umsetzung der zerstörerischen Baumaßnahmen sorgen durfte.<br />
<br />
Unmittelbar nach Übernahme des NABU-Vorsitzes erklärte Porschke der Presse, er wolle "den NABU politischer ausrichten". Gleich darauf begann der neue Vorsitzende mit der politischen Ausrichtung des Naturschutzbundes Hamburg gegen das laufende, auch von seiner Partei, der GAL, bekämpfte Bürgerbegehren "Für die Respektierung des Bürgerwillens in Eimsbüttel!". Am 5. Mai 2010 nutzte Porschke seinen Antrittsbesuch in der Eimsbüttler NABU-Gruppe dazu, seine ablehnende Auffassung zu den Zielen des Bürgerbegehrens ausführlich darzulegen. Anschließend ließ er über den am Isebekkanal geplanten Bau eines großen Büroblocks ("Hoheluftkontor") abstimmen, der von dem Bürgerbegehren wegen der entstehenden ökologischen Schäden abgelehnt wird, und erhielt ein fast einstimmiges Votum für eine mögliche Zustimmung des NABU zu dem umstrittenen Bauvorhaben. <br />
<br />
Ähnliche Versuche Porschkes, den NABU gegen den bevorstehenden Bürgerentscheid einzuschwören, waren dem Vernehmen nach nicht immer so erfolgreich, weil im Naturschutz engagierte Mitglieder des Verbandes Widerspruch anmeldeten. Der Versuch einer Fachgruppe beim NABU, einen an den Vorstand gerichteten Protestbrief, der die Befürwortung des Hoheluftkontors durch den NABU missbilligt, auch der Öffentlichkeit bekannt zu machen, scheiterte indes, nachdem Porschke Kenntnis davon erhalten hatte.<br />
<br />
Am 27. Mai 2010 hatte "der NABU" ein Gespräch mit dem Eimsbüttler Bezirksamtsleiter und überzeugte sich, laut Pressemitteilung vom 16.6.2010, von der Unbedenklichkeit des Bauvorhabens auf Kosten der Biotopvernetzung des Isebek-Grünzuges. <br />
<br />
Deprimierend und ergebnislos verlief ein Gespräch, das Mitglieder der Isebek-Initiative am 11. Juni 2010 mit Herrn Porschke und zwei ausgewählten Mitgliedern der Eimsbüttler NABU-Gruppe führten. Gleich zu Beginn des Gesprächs gab Porschke zu verstehen, dass er seine Entscheidung gegen die Ziele des Bürgerbegehrens bereits getroffen habe. Die Mitglieder der Isebek-Initiative hoben hervor, wie wichtig es ihnen sei, mit diesem Bürgerentscheid auch die <a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/dokumente/flugblaetter/Eimsbuettler-Appell.pdf">Gedanken des städtischen Naturschutzes in alle Eimsbüttler Haushalte zu tragen</a> und auf diese Weise allgemein für den Naturschutz zu werben. Dass in dieser Situation die öffentliche Abkanzelung einer engagierten, unabhängigen Naturschutzgruppe durch den übermächtigen Verband NABU dem Naturschutzgedanken in Hamburg schaden würde, ließ Porschke nicht gelten.<br />
<br />
Die nachfolgenden politischen Aktionen Porschkes waren anscheinend genau auf die Maßnahmen des Bezirksamtes Eimsbüttel abgestimmt: Am 16. Juni 2010 um 9.35 Uhr, genau zu der Zeit, in der die Abstimmungsunterlagen für den Bürgerentscheid der Isebek-Initiative an die Eimsbüttler Haushalte ausgeliefert wurden, versandte Porschke eine Pressemitteilung mit der Überschrift "NABU hält Hoheluftkontor an der Isebek unter Berücksichtigung des Natur- und Artenschutzes für vertretbar". Wenig später, um 15.31 Uhr, verschickte Porschke eine Vollzugsmeldung, mit seiner Pressemitteilung als Anlage, an die Landesarbeitsgemeinschaft Naturschutz seiner Partei, der GAL. Am darauffolgenden Morgen konnten die Eimsbüttler beim Ausfüllen ihrer Abstimmungsunterlagen in einer Hamburger Boulevardzeitung nachlesen, wie sie nach Auffassung des wörtlich zitierten Porschke abzustimmen hätten. Unter der Überschrift "Der absurdeste Bürgerentscheid der Stadt" hieß es, der NABU habe "nun dazu aufgerufen, im Bürgerentscheid für die Bebauung zu stimmen." Auch in den Folgetagen bestimmte die Bürobau-Werbung Porschkes die Schlagzeilen der Presse zum Bürgerentscheid, so am 23. Juni 2010 in einem Eimsbüttler Anzeigenblatt: "Naturschutzbund: Ja zum Hoheluftkontor".<br />
<br />
Der GAL-Politiker, Geschäftsmann und NABU-Vorsitzende Porschke befindet sich bei seinen Aktivitäten gegen unabhängige Eimsbüttler Naturschützer in einem mehrfachen Interessenkonflikt. <br />
<br />
Als GAL-Politiker ist er im vergangenen Jahr bereits bei der Kandidatenaufstellung für die Bundestagswahl gescheitert. Die Übernahme des NABU-Vorsitzes nutzt Porschke nun zu ganzseitigen Selbstdarstellungen in der Presse, um sich als jemand, der sich "politisch wieder einmischen" will, wirkungsvoll in Szene zu setzen. Bei seiner politischen Einmischung als NABU-Vorsitzender in einen Bürgerentscheid mit hohem Aufmerksamkeits- und Bekanntheitsgrad kann Porschke mit entsprechend großen Schlagzeilen für sich rechnen. <br />
<br />
Gleichzeitig versucht Porschke mit seinem Angriff auf das Naturschutz-Bürgerbegehren offenbar, seinen mangelnden politischen Einfluss in der GAL aufzubessern. Denn die GAL in Eimsbüttel gehört zu den schärfsten Gegnern der Isebek-Initiative. Die "grüne" Isebek-Initiative ist gleichsam das schlechte Gewissen der Eimsbüttler GAL, erinnert sie doch diese ehemals grüne und aus Bürgerinitiativen entstandene Partei daran, wie weit sie sich inzwischen  - zum Zwecke der Machtteilhabe -  von ihren früheren Idealen entfernt hat. Die Eimsbüttler GAL war die eifrigste Befürworterin der geplanten, umfangreichen Baumfällungen vor dem Kaifu-Freibad, denn sie wollte die gesamte Baumallee der Verbreiterung des ihr wichtigeren Radweges opfern. Ebenso eifrig <a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/dokumente/InterneSchriften/Meyer_080821_GAL_Seidlitz.pdf">setzte sich die Eimsbüttler GAL für die Rodung der ökologisch wertvollen Isebek-Ufergehölze vor dem U-Bahnhof Hoheluftbrücke ein</a>, - nach Auffassung des GAL-Sprechers nur "<a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/dokumente/background/SchmidtThomas_080720_WindsorWildwuchs.pdf">Wildwuchs</a>". Und die Eimsbüttler GAL beteiligte sich in vorderster Reihe an der Verhinderung des Bürgerentscheids "Hände weg vom Isebek!" durch <a href="http://www.isebek-initiative.de/archives/10-Taeuschung-als-Mittel-der-Politik-im-Bezirk-Eimsbuettel.html">rechtmissbräuchliche Scheinübernahmen des Bürgerbegehrens</a>.<br />
<a class='serendipity_image_link' href='http://www.isebek-initiative.de/uploads/dokumente/flugblaetter/KOLOSS-ohne-Sinn-und-Verstand_1.jpg' target="_blank"><!-- s9ymdb:401 --><img class="serendipity_image_right" width="78" height="110" style="float: right; border: 0px; padding-left: 5px; padding-right: 5px;" src="http://www.isebek-initiative.de/uploads/dokumente/flugblaetter/KOLOSS-ohne-Sinn-und-Verstand_1.serendipityThumb.jpg" alt="" /></a><br />
Dass der NABU-Vorsitzende Porschke sich  - bei einem <a href="http://www.abendblatt.de/hamburg/kommunales/article1282681/Bueros-Neubauten-trotz-Leerstands.html">Büroleerstand von 1 Million Quadratmetern in Hamburg</a>  -  für den Bau einer riesigen Büroimmobilie mit weiteren 5000-6000 Büroquadratmetern ausgerechnet in einem wichtigen Vernetzungsbereich des städtischen Biotopverbundes stark macht, ist so unverständlich, dass man fragen muss, ob hier möglicherweise auch andere Interessen eine Rolle spielen. <br />
<br />
Städtebaulich lässt sich dieser Büroblock inmitten einer denkmalgeschützten, in Hamburg einmaligen Klinkerbebauung der Weimarer Zeit ja nicht mehr ernsthaft rechtfertigen, nachdem auch der angesehene Hamburger Kunsthistoriker und Denkmalschützer Professor Dr. <a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/dokumente/background/Materialien_Hipp-zur-Klinkerbebauung1.pdf">Hermann Hipp</a> sich entschieden gegen diese alles erdrückende Bebauung ausgesprochen hat. <br />
<br />
<strong>Es geht also ums Geld: </strong><br />
Die Finanzbehörde will ein lukratives Grundstück verkaufen, statt es <a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/dokumente/InterneSchriften/BaustufenplanHarvestehudeRotherbaum.pdf">gemäß geltendem Baustufenplan als öffentliche Grünanlage</a> herzurichten. Ein Investor will 20 Millionen Euro investieren, um damit eine hohe Rendite für eine Büroimmobilie im Grünen und am Wasser zu erzielen. Und der Bezirk erhält eine <a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/dokumente/background/BV_080626_TOP28_Zielvereinbarung-BSU-BAE.pdf">Prämie aus dem bezirklichen Anreizsystem für die bedarfsgerechte Bereitstellung einer als Grünanlage geplanten Fläche zur Bebauung</a>. Auch für den Geschäftsmann Porschke, der ja auch von Behörden- und Firmenaufträgen lebt, könnten die Erwartungen seiner tatsächlichen oder potentiellen Auftraggeber eine Rolle spielen. Und für den NABU-Vorsitzenden besteht immer die Gefahr, dass die Aussichten auf staatliche Zuschüsse und Vergünstigungen im Zweifelsfall höheres Gewicht entfalten als Gesichtspunkte des Naturschutzes.<br />
<br />
Fachlich sind die Einschätzungen Porschkes zur Situation am Isebekkanal jedenfalls ebenso falsch wie seinerzeit die beim Mühlenberger Loch,  - und damit sind wir wieder beim Eingangsgedanken dieser Betrachtung. Für die <a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/dokumente/background/Biotopverbund_Isebek-HoheluftBhf-Schlump.pdf">Zerstörung eines Biotopverbundes</a> gibt es ebenso wenig einen <a href="http://www.hamburg.de/contentblob/2963236/data/naturschutzrat-muehlenberger-loch.pdf">Ausgleich</a> wie für ein einmaliges Süßwasserwatt mit seiner speziellen Lebensgemeinschaft, das sich elbabwärts unter anderen Umweltbedingungen  - zum Beispiel zunehmendem Brackwassereinfluss aufgrund der Elbvertiefung -  nicht gleichartig wiederherstellen lässt. Als "aberwitzig" und als "<a href="http://intranet.lsg.musin.de/biologie/Artikel/Biologie/B-%C3%96kologie/SZ-Im%20M%C3%BChlenberger%20Loch/im_m%C3%BChlenberger_loch_geht_der_na.htm">groben Unfug</a>" bezeichneten Biologen denn seinerzeit auch den Vorschlag, die <a href="http://www.rettet-die-elbe.de/muehloch/hadoma.htm">Haseldorfer Marsch</a>  - ein wichtiges und geschütztes Brut- und Rastgebiet für Wiesenvögel -  als Teilausgleichsmaßnahme für die Teilzerstörung des Mühlenberger Lochs ebenfalls zu zerstören. Dem Naturschutzbund-Vorsitzenden Porschke fehlen anscheinend wichtige Fachkenntnisse für den Naturschutz oder auch die Bereitschaft, fachlichen Rat zu beherzigen. Wenn er nun sein Amt dazu benutzt, autoritär eine ausdrücklich "politischer ausgerichtete" Zielsetzung in seinem Verband auch gegen den Widerstand fachkundiger Naturschützer durchzusetzen, dann kommen so unerfreuliche Ergebnisse dabei heraus, wie jene Pressemitteilung vom 16. Juni 2010, in der der Vorsitzende des Naturschutzbundes für den Bau einer Gewerbeimmobilie eintritt, die der Natur eindeutig schadet. <br />
<br />
Mit der Instrumentalisierung eines dem Naturschutz verpflichteten Verbandes für seine politischen Zwecke ist A. Porschke dabei, den Naturschutzbund Hamburg in Verruf zu bringen. Naturfreunde in Hamburg werden sich fragen, ob sie weiter Beiträge und Spenden an einen Verein zahlen sollen, der sich von seinem Vorsitzenden zur Speerspitze gegen ein Bürgerbegehren missbrauchen lässt, das den Schutz der Stadtnatur ernster nimmt als der derzeitige Vorsitzende des NABU Hamburg.<br />
<br />
<br />
<br /></p>

<hr />

<p><br />
SPENDENKONTO <br />
für den Schutz der Stadtnatur:<br />
<strong>Isebek-Initiative</strong><br />
Konto-Nr. 1637886<br />
Sparda-Bank Hamburg<br />
BLZ 20690500</p>
 
            </div>
        </content>
        
    </entry>
    <entry>
        <link href="http://www.isebek-initiative.de/archives/26-Demokratieabbau-in-Hamburg.html" rel="alternate" title="Demokratieabbau in Hamburg" />
        <author>
            <name></name>
                    </author>
    
        <published>2011-07-12T11:47:00Z</published>
        <updated>2011-11-15T11:36:40Z</updated>
        <wfw:comment>http://www.isebek-initiative.de/wfwcomment.php?cid=26</wfw:comment>
    
        <slash:comments>0</slash:comments>
        <wfw:commentRss>http://www.isebek-initiative.de/rss.php?version=atom1.0&amp;type=comments&amp;cid=26</wfw:commentRss>
    
    
        <id>http://www.isebek-initiative.de/archives/26-guid.html</id>
        <title type="html">Demokratieabbau in Hamburg</title>
        <content type="xhtml" xml:base="http://www.isebek-initiative.de/">
            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                <h1><a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/sn/ProStadtnatur_110712_SPD-baut-Demokratie-in-Hamburg-ab.pdf">SPD baut Demokratie in Hamburg ab</a><br /></h1>

<h2><a href="http://www.hamburg.de/contentblob/2962850/data/vertrag-fuer-hamburg.pdf">Vertrag für Hamburg</a> entmündigt Bezirke und macht Bürgerentscheide unmöglich<br /></h2>

<p><strong>Von der Hamburger SPD-Alleinregierung wird derzeit  - unter emsiger Mithilfe einiger sozialdemokratischer Bezirksamtsleiter und Funktionäre -  Demokratie abgebaut, ohne dass die Öffentlichkeit und die Betroffenen es richtig bemerken. Betroffen sind vor allem die Bezirksparlamente sowie Bürger, die ihren gesetzlichen Anspruch auf direktdemokratische Mitentscheidung wahrnehmen wollen.</strong><br />
<br />
Im Stadtstaat Hamburg wird gerade eine Art neues Regierungssystem eingerichtet. "Die Zusammenarbeit zwischen Senat und Bezirksämtern soll auf eine neue Basis gestellt werden", heißt es dazu im aktuellen <a href="http://www.hamburg.de/contentblob/2867926/data/download-arbeitsprogramm-10-mai-2011.pdf">Arbeitsprogramm des Senats</a> auf Seite 35. Die Pläne des Senats und seiner Zuarbeiter in den Bezirken zielen darauf ab, die Macht der zentralen, SPD-beherrschten Exekutive in Hamburg entscheidend auf Kosten der demokratisch gewählten Bezirksgremien auszuweiten und gesetzlich garantierte Optionen der Teilhabe der Bürger an demokratischen Entscheidungen faktisch auszuschalten. <br />
<br />
Die Mittel zu dieser Entmachtung und Entmündigung von Bezirksparlamenten und Bürgern sind nicht Gesetzesänderungen unter der im Rechtsstaat vorgesehenen Beteiligung des Gesetzgebers. Vielmehr schließt der Senat - an der Bürgerschaft vorbei - Verträge mit den Bezirken ab. Darin müssen die Bezirke "freiwillig" umfangreiche Verpflichtungen eingehen, sich einer strengen Überwachung (Controlling) durch den Senat unterwerfen, und dabei einen erheblichen Teil der Entscheidungsrechte ihrer demokratisch gewählten Gremien an Mitglieder und <a href="http://www.landesrecht.hamburg.de/jportal/portal/page/bshaprod.psml;jsessionid=4B18A701BF39EC81FE42AD207075944C.jpc4?doc.id=jlr-SenGOHA2008pP6&amp;st=lr&amp;showdoccase=1&amp;paramfromHL=true#focuspoint:">Kommissionen</a> des SPD-Senats abtreten. <br />
<br />
Ein erstes Beispiel dieser "Knebelverträge" ist der "<a href="http://www.hamburg.de/contentblob/2962850/data/vertrag-fuer-hamburg.pdf">Vertrag für Hamburg – Wohnungsneubau</a>: Vereinbarung zwischen Senat und Bezirksämtern zum Wohnungsbau". Der Vertrag wurde am 4. Juli 2011 im Rathaus von den Senatsmitgliedern Olaf Scholz, Frank Horch und Jutta Blankau sowie von den sieben Bezirksamtsleitern und den Vorsitzenden der Bezirksversammlungen unterzeichnet.<br />
<br />
Die auch unter dem Namen "Wohnungsbauvertrag" bekannte Vereinbarung zwischen Senat und Bezirken sieht bereits zu Beginn eines Verfahrens strikte Anweisungen an die Bezirke durch eine auf Senatsebene erstellte <strong><em>landesplanerische Stellungnahme</em></strong> vor, "die im weiteren Verfahren von den Bezirken einzubeziehen ist". Weiter heißt es auf Seite 4 des <a href="http://www.hamburg.de/contentblob/2962850/data/vertrag-fuer-hamburg.pdf">Vertrages</a>: "Über Meinungsverschiedenheiten bezüglich der landesplanerischen Stellungnahme entscheidet die <a href="http://www.landesrecht.hamburg.de/jportal/portal/page/bshaprod.psml;jsessionid=4B18A701BF39EC81FE42AD207075944C.jpc4?doc.id=jlr-SenGOHA2008pP6&amp;st=lr&amp;showdoccase=1&amp;paramfromHL=true#focuspoint:">Senatskommission</a> für Stadtentwicklung und Wohnungsbau zu einem möglichst frühen Zeitpunkt."<br />
<br />
Auch im weiteren Verlauf jedes Verfahrens entscheidet laut Vertragstext (Seite 4) in allen offenen Konfliktfällen  - also auch bei Bürgerbegehren -  die "Senatskommission für Stadtentwicklung und Wohnungsbau unter Vorsitz des Ersten Bürgermeisters". "<strong>Eine Entscheidung der Senatskommission für Stadtentwicklung und Wohnungsbau ... ist für alle Behörden und Bezirksämter verbindlich</strong>. Für die jeweiligen Bezirksversammlungen und ihre Ausschüsse gilt die Rechtslage gemäß <a href="http://www.landesrecht.hamburg.de/jportal/portal/page/bshaprod.psml;jsessionid=4B18A701BF39EC81FE42AD207075944C.jpc4?doc.id=jlr-BezVwGHA2006pP21&amp;st=lr&amp;showdoccase=1&amp;paramfromHL=true#focuspoint">§ 21 Bezirksverwaltungsgesetz</a>."  Und dort heißt es: "Bei ihren Entscheidungen ist die Bezirksversammlung an ... Entscheidungen des Senats ... gebunden."<br />
<br />
Wo die Bezirksversammlung nicht mehr frei entscheiden kann, da <strong>kann es auch kein Bürgerbegehren und keinen Bürgerentscheid mehr geben</strong>: Gemäß <a href="http://www.landesrecht.hamburg.de/jportal/portal/page/bshaprod.psml;jsessionid=B4109FB40AF0256B9D0497336C3FEC89.jp25?nid=19&amp;showdoccase=1&amp;doc.id=jlr-BezVwGHA2006pP32&amp;st=lr">§ 32 Absatz 1 Bezirksverwaltungsgesetz</a> können "die wahlberechtigten Einwohnerinnen und Einwohner eines Bezirkes" nur in "Angelegenheiten, in denen die Bezirksversammlung Beschlüsse fassen kann, einen Bürgerentscheid beantragen (Bürgerbegehren)."<br />
<br />
Durch die "Knebelverträge" zwischen SPD-Senat und Bezirken wird also nicht nur die Entscheidungssouveränität der Bezirksversammlungen beschnitten. Vielmehr werden auch Gesetzesbestimmungen zu direktdemokratischen Bürgerabstimmungen in den Bezirken ohne Gesetzesänderung und ohne Beteiligung des Gesetzgebers administrativ außer Kraft gesetzt. <br />
<br />
Das Gesetzessurrogat "Vertrag für Hamburg" benötigt zur Aushebelung eines Bürgerentscheids nicht mehr die <a href="http://www.landesrecht.hamburg.de/jportal/portal/page/bshaprod.psml;jsessionid=B4109FB40AF0256B9D0497336C3FEC89.jp25?doc.id=jlr-BezVwGHA2006pP42&amp;st=lr&amp;showdoccase=1&amp;paramfromHL=true#focuspoint">Evokation</a>, d.h. die Anwendung des Rechts des Senats, eine bezirkliche Entscheidung im Einzelfall an sich zu ziehen: Laut "Wohnungsbauvertrag" befindet sich jedes Bauvorhaben von Anfang an in einem Zustand der "Dauerevokation", der Bürgerbegehren und Bürgerentscheide ausschließt. Evokation ist nicht mehr die Ausnahme, sondern die Regel.<br />
<br />
Die Besorgnis über dieses obrigkeitsstaatliche Vorgehen Hamburger SPD-Politiker wird noch verstärkt angesichts der <strong>Absicht des Hamburger SPD-Senats, zahlreiche weitere "Verträge für Hamburg" mit den Bezirken abzuschließen</strong> (siehe Seite 35 -  36 des <a href="http://www.hamburg.de/contentblob/2867926/data/download-arbeitsprogramm-10-mai-2011.pdf">Arbeitsprogramms des Senats</a>). In ihnen soll "vereinbart werden, welche Ziele konkret vom Senat definiert werden und wie die Bezirksämter zu ihrer Erreichung beitragen sollen und können". Dabei sollen die Bezirke insbesondere auch "für ein gemeinschaftliches Denken und Handeln der Gesellschaft" sorgen. <br />
<br />
Verträge mit den Bezirken sollen  - über den bereits vorliegenden "Wohnungsbauvertrag" hinaus -  zu acht weiteren "zentralen Vorhaben des Senats" abgeschlossen werden, dabei auch Vorhaben mit potentiellem Verbrauch von Grün- und Freiflächen, so etwa für Gewerbeprojekte. <a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/sn/HKHH_110131_GewerbeflEntwicklProgr2030.pdf">Handelskammer</a> und Senat haben hier bereits erheblichen Flächenbedarf angemeldet; darunter sind zahlreiche erhaltenswerte Landschaftsschutzgebiete mit reichhaltiger Flora und Fauna. Bürger, die die biologische Vielfalt und ein gesundes Stadtklima in Hamburg erhalten wollen, werden unter dieser SPD-Regierung keine Möglichkeit haben, ihr Recht auf direktdemokratische Mitbestimmung wahrzunehmen, weil dies durch die politische Gleichschaltung der Bezirke administrativ ausgeschlossen wurde.<br />
<br />
Dass der Hamburger Senat gemäß <a href="http://www.landesrecht.hamburg.de/jportal/portal/page/bshaprod.psml;jsessionid=7FD15D8C2F9EB334DAEFE3F4BCC60DB4.jpe5?doc.id=jlr-BezVwGHA2006pP42&amp;st=lr&amp;showdoccase=1&amp;paramfromHL=true#focuspoint">§ 42 Bezirksverwaltungsgesetz</a> befugt ist, den Bezirken "allgemein oder im Einzelfall Weisungen zu erteilen und Angelegenheiten selbst zu erledigen", steht außer Frage. Das Besondere am "Vertrag für Hamburg" ist indes, dass der Senat diese direkte Lösung einer allgemeinen Weisung nicht gewählt hat. Stattdessen sind die Bezirksversammlungen mit Hilfe eilfertig dem Senat zuarbeitender Bezirkamtsleiter dazu gebracht worden, "freiwillig" ihrer eigenen Entmachtung und Entmündigung sowie der administrativen Ausschaltung direktdemokratischer Bürgerrechte zuzustimmen. Auf diese Weise haben die Bezirksversammlungen dem Senat eine unpopuläre Arbeit abgenommen: ein Stück Obrigkeitsstaat in Hamburg einzurichten und sich dabei der unbequemen Bürgerentscheide zu entledigen.<br />
<br />
Bei der Ausnutzung seiner Weisungsbefugnis stützt sich der Senat auf die Möglichkeiten der "<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bezirke_in_Hamburg#Bezirksreformen_der_Nationalsozialisten">zentralistischen Verwaltungsgliederung Hamburgs aus dem Jahre 1939</a>, die ... auch nach dem Zweiten Weltkrieg beibehalten" wurde (Wikipedia). Das aus vordemokratischen Zeiten stammende "<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9F-Hamburg-Gesetz#Revisionsbem.C3.BChungen">Verfassungskonstrukt der Einheitsgemeinde Hamburg</a>" verzichtet auf echte kommunale Selbstverwaltung; sie ist daher gekennzeichnet durch "minimale bezirkliche Eigenständigkeit" (Wikipedia). Mit dem "Vertrag für Hamburg" nutzt   - wohl zum ersten Mal seit Bestehen der Bundesrepublik Deutschland -  ein Hamburger Senat das autoritäre Potential des <a href="http://www.landesrecht.hamburg.de/jportal/portal/page/bshaprod.psml;jsessionid=7FD15D8C2F9EB334DAEFE3F4BCC60DB4.jpe5?doc.id=jlr-BezVwGHA2006pP42&amp;st=lr&amp;showdoccase=1&amp;paramfromHL=true#focuspoint">§ 42 Bezirksverwaltungsgesetz</a> in vollem Umfang aus, um  - an der Bürgerschaft vorbei -  ungehemmt bis zur Bezirksbasis "durchzuregieren" und dabei zugleich die <a href="http://www.landesrecht.hamburg.de/jportal/portal/page/bshaprod.psml;jsessionid=332512BFD0ADA80401E3706ACC668248.jpj5?doc.id=jlr-BezVwGHA2006pP32&amp;st=lr&amp;showdoccase=1&amp;paramfromHL=true#focuspoint">gesetzlich garantierte Bürgermitbestimmung</a> auszuschalten.<br />
<br />
Dass der Senat mit dem "Vertrag für Hamburg" sein parlamentarisches Kontrollorgan, die Bürgerschaft, systematisch umgeht, ja zur Bedeutungslosigkeit degradiert, verdeutlicht in besonderem Maße die mangelnde demokratische Legitimation der Senats-Bezirks-Verträge. Überdies plant der Senat laut Vertragstext (Seite 6), <strong>der Bürgerschaft wichtige <a href="http://www.landesrecht.hamburg.de/jportal/portal/page/bshaprod.psml;jsessionid=49CAA99704BC16A3DE87DD41DAEE03EA.jp25?doc.id=jlr-BauleitplGHAV3P2&amp;st=lr&amp;showdoccase=1&amp;paramfromHL=true#focuspoint">Entscheidungskompetenzen im Bereich der Stadt- und Landschaftsplanung</a> zu entziehen</strong>. Diese Entscheidungskompetenzen sollen den Bezirken übertragen werden, die fachlich dafür nicht ausgestattet und vor allem weisungsgebunden sind. Als oberste Entscheidungsinstanz wird erneut die allmächtige "Senatskommission für Stadtentwicklung und Wohnungsbau" genannt. Die geplante, nach <a href="http://www.landesrecht.hamburg.de/jportal/portal/page/bshaprod.psml;jsessionid=49CAA99704BC16A3DE87DD41DAEE03EA.jp25?doc.id=jlr-BauleitplGHAV3P6&amp;st=lr&amp;showdoccase=1&amp;paramfromHL=true#focuspoint">§ 6 Bauleitplanfeststellungsgesetz</a> ausdrücklich untersagte "Aufgabenverlagerung" von der Landesebene auf die senatsgelenkte Bezirksebene soll nicht durch einen Beschluss der Bürgerschaft, sondern durch eine "Fachanweisung" des Senats in Kraft gesetzt werden. <br />
<br />
Die in diesen Plänen sichtbaren Bestrebungen des Senats, unter Umgehung der Bürgerschaft Aufgaben und Entscheidungen in die weisungsgebundenen Bezirke zu verlagern und sie damit einer unabhängigen demokratischen Beschlussfassung und Kontrolle zu entziehen, zeigen die Systematik und Zielstrebigkeit des gerade stattfindenden Demokratieabbaus. <br />
<br />
Dem neuen Hamburger Senat unter Führung des SPD-Vorsitzenden Olaf Scholz und des ehemaligen Handelskammer-Präses Frank Horch ist es mit Hilfe SPD-dominierter Bezirke innerhalb weniger Monate nach den Bürgerschaftswahlen gelungen, unter dem Vorwand eines Wohnungsbau-Notstandes die Bezirksversammlungen zu entmündigen, die Bürgerschaft als parlamentarisches Kontrollorgan zu deklassieren und hochrangige Bürgerrechte außer Kraft zu setzen. Wichtige Grundsätze einer vernunftgeleiteten Stadtentwicklungspolitik, wie Natur- und Denkmalschutz, werden von führenden Vertretern des Senats und der SPD in Pressekampagnen verhöhnt und stehen in der SPD-gelenkten städtischen Basta-Politik zur Disposition. <br />
<br />
Nennenswerter Widerstand gegen diesen radikalen Wechsel in der Hamburger Politik ist auf Seiten der etablierten Parteien bisher nicht zu erkennen. Es liegt also bei den Bürgern selbst, neue kreative Konzepte zu entwickeln, um dem Obrigkeitsstaat des neuen <a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/dokumente/background/Breiholz_Wieding_2001_Machtkartell_Inhalt.pdf">Machtkartells</a> aus SPD und Handelskammer Paroli zu bieten.<br />
<blockquote>
  <p>Die <strong>Funktion des "Vertrags für Hamburg", Bürgerentscheide unmöglich zu machen</strong>, erschließt sich dem Leser erst nach sorgfältiger Analyse des Vertragstextes. Umso lobenswerter ist es, dass die Hauptpropagandisten dieses "Bezirksknebelvertrages"  - der "Wohnungsbaukoordinator" und Staatsrat Michael <strong>Sachs</strong> (SPD), der "Stadtentwicklungsexperte der SPD" Andy <strong>Grote</strong> und der Eimsbütteler Bezirksamtsleiter Dr. Torsten <strong>Sevecke</strong> (SPD) -  gegenüber der Presse kein Blatt vor den Mund nehmen und in dankenswerter Offenheit das bevorstehende Ende direktdemokratischer Bürgerentscheidungen ankündigen.<br />
  <br />
  "<strong>Projekte werden auch gegen Widerstand vor Ort durchgesetzt</strong>. 'Auch in betuchten Nachbarschaften <strong>wird es kein Vetorecht mehr geben</strong>', sagte der Wohnungsbau-Experte der SPD, Andy Grote," im "Hamburger Abendblatt" vom 20.5.2011.<br />
  <br />
  "Auch wenn die Bürger mehr eingebunden werden sollen -  Sachs’ Haltung ist klar: <strong>Letztlich müsse die Politik entscheiden</strong>", heißt es in der "Welt" am 12.5.2011.<br />
  <br />
  Noch deutlicher wurde "Wohnungsbaukoordinator" Michael Sachs nach einem Bericht des "Hamburger Abendblatts" vom 2.6.2011 in einem "Zehn-Punkte-Katalog", den er tags zuvor in der Handelskammer vorgestellt hatte:<br />
  <br />
  "6 . Bei der Bauleitplanung sollte der Senat künftig konkrete Rahmenziele zum Wohnungsbau in den Bebauungsplänen der Bezirke vorgeben dürfen. <br />
  <br />
  7. Konflikt-Gremien einführen, wenn es Protest gegen Bauprojekte gibt. <strong>Am Ende müsste aber eine Senatskommission die letzte Entscheidung treffen</strong>. ....<br />
  <br />
  9 . Politiker müssen angesichts der direkten Demokratie ihre Rollen neu definieren - und nicht der Bürgerbeteiligung 'hinterherlaufen'."<br />
  <br />
  Unzweideutig äußerte sich auch der Verfasser des "Vertrags für Hamburg", Dr. Torsten Sevecke, nach einem WELT-Artikel vom 12.7.2011 über das Kernstück seines Machwerks: Es "sei mit dem Senat abgesprochen, dass dieser bei einer Verschärfung von Konflikten evoziere, also die Verfahren an sich ziehe. Somit würden <strong>Bürgerbegehren ins Leere laufen</strong>, da die Projekte dann auf Landesebene und nicht mehr auf Bezirksebene angesiedelt wären."<br /></p>
</blockquote></p>

<hr />

<p><br />
Weitere Informationen über Hintergründe und Hintermänner des "Vertrags für Hamburg":<br />
<br />
<a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/sn/ProStadtnatur_110807_Wohnungsbau-Instrumentalisierung.pdf"><strong><em>Instrumentalisierung des Wohnungsbaus gegen Naturschutz und Bürgerrechte in Hamburg</em></strong></a> <br />
<br />
<a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/sn/ProStadtnatur_110815_Macht-und-Aemterhaeufung-bei-Michael-Sachs.pdf"><em><strong>Macht- und Ämterhäufung bei Michael Sachs</strong></em></a></p>
 
            </div>
        </content>
        
    </entry>
    <entry>
        <link href="http://www.isebek-initiative.de/archives/24-Hamburger-Manifest-der-Projektgruppe-Stadtnatur.html" rel="alternate" title="Hamburger Manifest der Projektgruppe Stadtnatur" />
        <author>
            <name></name>
                    </author>
    
        <published>2011-03-14T20:58:21Z</published>
        <updated>2011-09-02T13:00:39Z</updated>
        <wfw:comment>http://www.isebek-initiative.de/wfwcomment.php?cid=24</wfw:comment>
    
        <slash:comments>0</slash:comments>
        <wfw:commentRss>http://www.isebek-initiative.de/rss.php?version=atom1.0&amp;type=comments&amp;cid=24</wfw:commentRss>
    
    
        <id>http://www.isebek-initiative.de/archives/24-guid.html</id>
        <title type="html">Hamburger Manifest der Projektgruppe Stadtnatur</title>
        <content type="xhtml" xml:base="http://www.isebek-initiative.de/">
            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                <h1><strong><a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/sn/HamburgerManifestZurStadtnatur.pdf">HAMBURGER MANIFEST</a></strong><a class='serendipity_image_link' href='http://www.isebek-initiative.de/uploads/sn/ProStadtnatur_Logo1.jpg' target="_blank"><!-- s9ymdb:515 --><img class="serendipity_image_right" width="110" height="36" style="float: right; border: 0px; padding-left: 5px; padding-right: 5px;" src="http://www.isebek-initiative.de/uploads/sn/ProStadtnatur_Logo1.serendipityThumb.jpg" alt="" /></a><br /></h1>

<h2><strong>der Projektgruppe Stadtnatur</strong><br /></h2>

<p><strong>Die Naturzerstörung in Hamburg durch Grünflächenverbrauch und Ausräumung der Stadtvegetation hat in den letzten Jahren ein Ausmaß erreicht, das viele Bürger nicht mehr hinnehmen wollen. Die große Zustimmung zu Bürgerbegehren, die sich für die Erhaltung der Stadtnatur in Hamburg einsetzen, lässt erkennen, dass die ganz überwiegende Mehrheit der Menschen einen Schutz ihres Grüns vor weiterer Zerstörung befürwortet. Um diesen Bürgern hilfreiche Sachinformationen und ein Forum für Diskussion und Planung zu bieten, hat sich im Internationalen Jahr der Biologischen Vielfalt 2010 die PROJEKTGRUPPE STADTNATUR HAMBURG gegründet. Sie wendet sich gegen die zunehmende ökologische Entwertung des öffentlichen Raums in Hamburg zu Lasten der Gesundheit, des Wohlbefindens und der Lebensfreude der Menschen in der Stadt.<br />
</strong> <br />
<h3><strong>Naturzerstörung in Hamburg: zum Schaden der Menschen</strong><br /></h3></p>

<p>Hamburg treibt Raubbau an seiner Natur. Der Verbrauch von Grün- und Freiflächen hat sich im letzten Jahrzehnt verdoppelt. Jährlich wird im Mittel die zweifache Fläche der Außenalster bebaut und versiegelt. <a class='serendipity_image_link' href='http://www.isebek-initiative.de/uploads/sn/Aufasten-in-Hamburg.jpg' target="_blank"><!-- s9ymdb:538 --><img class="serendipity_image_left" width="78" height="110" style="float: left; border: 0px; padding-left: 5px; padding-right: 5px;" src="http://www.isebek-initiative.de/uploads/sn/Aufasten-in-Hamburg.serendipityThumb.jpg" alt="" /></a>In jedem Jahr verliert Hamburg mehrere tausend Bäume, die ersatzlos gefällt werden. Verbleibende Bäume werden durch meterhohes <em><a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/sn/Aufasten-in-Hamburg.pdf">Auf-Asten</a></em> verstümmelt und geschädigt. Große Teile der natürlichen Strauch- und Krautvegetation öffentlicher Grünflächen sind bereits systematisch ausgeräumt worden. <a class='serendipity_image_link' href='http://www.isebek-initiative.de/uploads/sn/Manstein-Kahlschlag1.jpg' target="_blank"><!-- s9ymdb:536 --><img class="serendipity_image_right" width="78" height="110" style="float: right; border: 0px; padding-left: 5px; padding-right: 5px;" src="http://www.isebek-initiative.de/uploads/sn/Manstein-Kahlschlag1.serendipityThumb.jpg" alt="" /></a>Zurück bleiben <em><a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/sn/Manstein-Kahlschlag1.pdf">totgepflegte</a></em>, durchsichtige Parks und kahlgeschorene Straßenrandstreifen.<br />
<br />
14 Prozent der ehemals <a href="http://www.bg-web.de/botanischerverein/bv_publikationen_detail.php?pmID=787">in Hamburg vorkommenden Pflanzenarten</a> sind hier inzwischen ausgestorben. Mehr als die Hälfte der verbliebenen Arten sind gefährdet oder vom Aussterben bedroht. Mit jeder vernichteten Pflanzenart verlieren zahlreiche wirbellose Tierarten ihre Lebensgrundlage. Viele stadtbewohnende Wirbeltiere, wie Vögel und Fledermäuse, werden so ihrer Nahrungsquellen und ihrer Lebensräume beraubt. <br />
<br />
Bei anhaltender Klimaerwärmung droht eine Stadt mit immer weniger Grün in heißen Sommern zur <a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,473614,00.html">tödlichen Hitzefalle</a> zu werden. Gesundheit und Lebensqualität der Menschen stehen auf dem Spiel.<br />
<br />
<h3><strong>Naturzerstörung in Hamburg: gegen Gesetze und internationale Abkommen</strong><br /></h3></p>

<p><em>Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere</em>, heißt es in <a href="http://bundesrecht.juris.de/gg/art_20a.html">Artikel 20a</a> des deutschen <strong>Grundgesetzes</strong>. Und das <strong>Bundesnaturschutzgesetz</strong> sagt es ausführlicher in <a href="http://bundesrecht.juris.de/bnatschg_2009/__1.html">Paragraph 1</a> Absatz 1: <br />
<br />
<em>Natur und Landschaft sind auf Grund ihres eigenen Wertes und als Grundlage für Leben und Gesundheit des Menschen auch in Verantwortung für die künftigen Generationen im <strong>besiedelten</strong> und unbesiedelten Bereich ... so zu schützen, dass 1. die biologische Vielfalt, 2. die Leistungs- und Funktionsfähigkeit des Naturhaushalts ... sowie 3. die Vielfalt, Eigenart und Schönheit sowie der Erholungswert von Natur und Landschaft auf Dauer gesichert sind.</em><br />
 <br />
In Berichten und Beschlüssen der deutschen Bundesregierung wird die Bedeutung von Natur und Naturschutz in der Stadt  - auch und gerade für die Menschen -  immer wieder hervorgehoben, etwa in der 2007 beschlossenen <a href="http://www.cbd.int/doc/world/de/de-nbsap-01-de.pdf"><strong>Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt</strong></a>, wo es heißt:<br />
<br />
<em>In vielen Stadtbereichen fehlt ausreichend Grün, das von den Menschen genutzt werden und als Lebensraum für Arten dienen kann. ... Fehlende Vegetation und versiegelte Böden verschlechtern das Stadtklima und die Luftqualität und wirken sich negativ auf den Wasserhaushalt aus. ... Je stärker die Begrünung der Innenstädte, desto mehr Stäube und Schadstoffe werden auf natürlichem Wege aus der Luft gefiltert. ... Je größer der Umfang einer Grünfläche, desto größer ist auch die klimatologische Reichweite. ... Eine gute Erreichbarkeit und Vernetzung von Grünflächen ist entscheidend für die Nutzbarkeit und erhöht die Attraktivität der Innenstädte. Dies trägt dazu bei, den flächenintensiven Wegzug ins Umland aufzuhalten und das Verkehrsaufkommen zu reduzieren. ... <br />
<br />
Die biologische Vielfalt bestimmt maßgebend das Erleben von  Natur und Landschaft. ... Naturerfahrung und -erlebnis sind wichtige Aspekte der Persönlichkeitsentwicklung. Positive Naturerfahrungen stärken das Lebensgefühl, schulen die sinnliche Wahrnehmung und das ästhetische Empfinden, vermindern Aggressivität, fördern Aufmerksamkeit, Konzentration und Wahrnehmungsfähigkeit sowie die Ausbildung motorischer Fähigkeiten. ... Kinder brauchen Naturerfahrungsräume für eine gesunde psychische und physische Entwicklung.</em><br />
 <br />
Während in Hamburg das Grünvolumen und der Anteil unversiegelter Flächen ohne Rücksicht auf die biologische Vielfalt fortlaufend dezimiert wird, setzte die Bundesregierung in ihrem <a href="http://www.bmu.de/files/pdfs/allgemein/application/pdf/bericht_lage_natur_lp_16_bf.pdf"><strong>Bericht zur Lage der Natur 2009</strong></a> ganz andere Ziele:<br />
<br />
<em>-  Bis zum Jahre 2020 ist die Durchgrünung der Siedlungen einschließlich des wohnumfeldnahen Grüns ... deutlich erhöht.<br />
<br />
-  Bis 2020 [ist] die Inanspruchnahme <strong>neuer Siedlungs- und Verkehrsflächen</strong> auf höchstens 30 ha pro Tag zu verringern</em> [also auf etwa <strong>ein Viertel des bisherigen Wertes!</strong>]<br />
<br />
<em>-  Entwicklung einer Strategie zur vorbildlichen Berücksichtigung der Biodiversitätsbelange für alle Flächen der öffentlichen Hand bis 2010.<br />
</em><br />
Anders als Hamburg orientiert sich die Bundesregierung dabei vertragsgemäß an internationalen Abkommen, wie den Beschlüssen der <em>Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro 1992 (UNCED)</em>, insbesondere 1. dem <em>Aktionsprogramm für das 21. Jahrhundert (<a href="http://www.un.org/Depts/german/conf/agenda21/agenda_21.pdf"><strong>Agenda 21</strong></a>)</em>, mit dem Ziel einer Natur und Ressourcen schonenden, nachhaltigen Entwicklung, sowie 2. dem <em><a href="http://www.biodiv-chm.de/konvention/F1052472545/HTML_Page1049896418"><strong>Biodiversitäts-Abkommen</strong></a> (CBD)</em>, mit dem Ziel der Erhaltung der biologischen Vielfalt. <br />
<br />
Im Mittelpunkt dieser Abkommen stehen akute, <strong>menschheitsbedrohende Naturkrisen</strong>:<br />
<br />
-  der weltweite <strong>rapide Rückgang der biologischen Vielfalt</strong> durch Zerstörung von Lebensräumen und Ausrottung von Tier- und Pflanzenarten;<br />
<br />
-  die menschengemachte <strong>globale Erwärmung</strong>, Auslöser einer dramatischen Beschleunigung des Artensterbens bis hin zum völligen Kollaps von Ökosystemen, mit schwerwiegenden Folgen auch für dort lebende indigene Völker;<br />
<br />
-  die einsetzende <strong>Erschöpfung der fossilen Rohstoffvorräte</strong> und die durch den Anbau nachwachsender Rohstoffe verursachte Vernichtung ausgedehnter Naturräume und ihrer Organismen.<br />
<br />
Die sich beschleunigende, endgültige Ausrottung großer Teile der irdischen Lebewelt  - die sich über Jahrmillionen entwickelt hat und unersetzlicher Bestandteil der menschlichen Umwelt ist -  stellt derzeit die vordringliche Herausforderung jeder verantwortungsvollen, nachhaltigen Politik dar, will man nicht die Lebensgrundlagen künftiger Menschengenerationen leichtfertig aufs Spiel setzen.<br />
<br />
Die Hamburger Politik des aggressiven Wachstums, des unmäßigen Flächenverbrauchs und der rücksichtslosen Naturzerstörung wird diesen globalen Herausforderungen nicht gerecht. <br />
<br />
<h3><strong>Naturzerstörung in Hamburg:  EMPÖRT EUCH!</strong><br /></h3></p>

<p>Angesichts der drohenden globalen Katastrophen haben alle, die genauere Kenntnisse über das Ausmaß der Bedrohung haben, eine besondere, historische Verantwortung, ihr Wissen für das Gemeinwohl einzusetzen und einer ökologisch verhängnisvollen Politik entgegenzutreten. <br />
<br />
Die PROJEKTGRUPPE STADTNATUR HAMBURG will einen Politikwechsel im Umgang mit der Natur in unserer Stadt herbeiführen. Sie will die Bevölkerung über das wahre Ausmaß und die schädlichen Folgen der Naturzerstörungen informieren und Strategien dafür entwickeln, wie Hamburg wieder zu einer naturfreundlichen Stadt werden kann.<br />
<br />
Die Projektgruppe Stadtnatur will untersuchen und öffentlich machen, welche Personen, Institutionen, Konzepte und Regelwerke für die jahrelange und anhaltende Naturzerstörung in Hamburg verantwortlich waren und sind. Sie will dokumentieren und quantifizieren, wo und wie viel Grünvolumen in Hamburg vernichtet wurde und wird. Die Projektgruppe will die Geldquellen und Profiteure ermitteln und offen legen, mit denen die Naturzerstörung in Hamburg betrieben wird. Sie will Gesetzesbestimmungen und Verwaltungsvorschriften daraufhin überprüfen, inwieweit sie die Naturzerstörung zulassen oder ihnen entgegenstehen. Die Projektgruppe wird alle Möglichkeiten der Informationsbeschaffung nutzen und Experten befragen und zur Mitarbeit ermuntern. Sie will analysieren, aufklären und überzeugen. Sie will Konzepte entwickeln und veröffentlichen, die zu einem angemessenen Umgang mit der Stadtnatur in Hamburg beitragen können. <br />
<br />
<a href="http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~EC1B6D3F1EB1945319B3E90D326B4D0EF~ATpl~Ecommon~Scontent~Afor~Eprint.html"><strong><em>Indignez-vous! - Empört euch!</em></strong></a>  So überschrieb der ehemalige, französische Widerstandskämpfer und spätere UN-Diplomat Stéphane Hessel vor kurzem seinen Aufruf zur politischen Neubesinnung und zum friedlichen Aufstand gegen eine verfehlte Politik unter der <em><strong>Macht des Geldes</strong>, die niemals so groß, so anmaßend und egoistisch war wie heute und bis in die höchsten Ränge des Staates hinein über eigene Diener verfügt.</em> Hessel fordert <em>einen <strong>radikalen Bruch mit dem Drang nach "immer mehr"</strong> ... Denn sonst drohen äußerst große Gefahren. Sie können den Planeten Erde für den Menschen unbewohnbar machen.</em><br />
<br />
Der Drang nach "immer mehr" kennzeichnet auch die Politik des aggressiven Natur- und Flächenverbrauchs in Hamburg. "Empört Euch!", ein solcher Aufruf erscheint da längst überfällig. Denn  - so Hessel -  dies ist <em>eine der wesentlichen und unverzichtbaren Eigenschaften, die den Menschen ausmachen: die Fähigkeit zur Empörung und das Engagement, das daraus erwächst.<br />
</em><br />
<br /></p>

<hr />

<p><br />
<a class='serendipity_image_link' href='http://www.isebek-initiative.de/uploads/sn/ProStadtnatur_Logo1.jpg' target="_blank"><!-- s9ymdb:515 --><img class="serendipity_image_right" width="110" height="36" style="float: right; border: 0px; padding-left: 5px; padding-right: 5px;" src="http://www.isebek-initiative.de/uploads/sn/ProStadtnatur_Logo1.serendipityThumb.jpg" alt="" /></a>Die <strong><a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/sn/HamburgerManifestZurStadtnatur.pdf">Projektgruppe Stadtnatur Hamburg</a></strong> trifft sich regelmäßig am zweiten Mittwoch jedes Monats um 19 Uhr im <a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/sn/Lageplan-Buergertreff_Projektgruppe-Stadtnatur1.pdf">Bürgertreff Altona-Nord</a> in der Gefionstraße 3.<br />
<br />
Weitere Informationen und Weblinks zum <a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/sn/HamburgerManifestZurStadtnatur.pdf">Projekt StadtNatur Hamburg</a> finden sich auf den <a href="http://www.isebek-initiative.de/Stadtnatur.html"><strong>Themenseiten zur STADTNATUR ►►►</strong></a> <br /></p>
 
            </div>
        </content>
        
    </entry>
    <entry>
        <link href="http://www.isebek-initiative.de/archives/25-Demokratie-als-Farce.html" rel="alternate" title="Demokratie als Farce" />
        <author>
            <name></name>
                    </author>
    
        <published>2011-05-13T15:09:43Z</published>
        <updated>2011-08-07T18:24:19Z</updated>
        <wfw:comment>http://www.isebek-initiative.de/wfwcomment.php?cid=25</wfw:comment>
    
        <slash:comments>0</slash:comments>
        <wfw:commentRss>http://www.isebek-initiative.de/rss.php?version=atom1.0&amp;type=comments&amp;cid=25</wfw:commentRss>
    
    
        <id>http://www.isebek-initiative.de/archives/25-guid.html</id>
        <title type="html">Demokratie als Farce</title>
        <content type="xhtml" xml:base="http://www.isebek-initiative.de/">
            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                <h1><strong>Wenn Demokratie zur Farce wird:</strong><br /></h1>

<h2><strong>Was ist ein Bürgerentscheid in Hamburg wert?</strong><br /></h2>

<p><strong>In Hamburg-Eimsbüttel wird derzeit vom Bezirksamt, unter Mitwirkung der Hamburger SPD-Alleinregierung, eine demokratische Mehrheitsentscheidung der Eimsbüttler Bürger durch juristische Winkelzüge außer Kraft gesetzt. Der obrigkeitsstaatliche Coup wird unterstützt von den Bezirksfraktionen der SPD, der CDU, der FDP und der GAL ("Grün-alternative Liste").</strong><br />
<br />
In dem <a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/dokumente/background/091009_IsebekBuergerbegehren2_Text.pdf">Bürgerentscheid "Für die Respektierung des Bürgerwillens in Eimsbüttel!"</a> hatten die Eimsbüttler im Sommer 2010 mit einer überwältigenden <a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/dokumente/background/Buergerentscheid-Abstimmungsergebnis_kommentiert2.pdf">Abstimmungsmehrheit von rund 70 %</a> den Bezirk angewiesen, "auf Gehölzrodungen und Bebauungen zwischen dem Isebekkanal und dem U-Bahnhof Hoheluftbrücke zu verzichten". Doch nun will der Bezirk ebendort statt des riesigen "Hoheluftkontors" einen noch größeren Gebäudekomplex errichten lassen, der mit 1.200 m² Baufläche und rund 23 m Höhe im Grenzbereich eines Hochhauses liegt. Über einem  - vom Bezirk verschwiegenen -  Fastfood-Restaurant und anderen Gewerbeflächen sollen nun statt Büros Wohnungen entstehen. Dabei werden die Baukosten nach Aussagen des Investors deutlich höher liegen als bei dem früher geplanten Bürokomplex. Mit seiner aufwendigen Bauweise und einem nach Süden "verglasten Erschließungshof" erinnert der nun als "Isebek-Domizil" vermarktete Koloss an die hochpreisigen Wohnhochhausblöcke auf dem Gelände der ehemaligen Fahrzeugwerke Falkenried. Der Bau eines solchen Wohnklotzes zwischen dem Uferwald am Isebekkanal und der bisher offenen, umgrünten U-Bahnstation Hoheluftbrücke wäre nicht nur unvereinbar mit den im Bürgerentscheid ausgiebig diskutierten Erfordernissen des Natur- und Denkmalschutzes, er würde auch die Mieten der umgebenden Quartiere weiter in die Höhe treiben und damit zur Verdrängung einkommensschwacher Mieter aus dem Stadtteil ("Gentrifizierung") beitragen.<br />
<br />
Beim Zumauern der bisher offenen, hellen U-Bahnstation mit einem riesigen Bauklotz geht es ums Geld und nicht um städtebauliche Vernunft: Die Hamburger Finanzbehörde will ein hochwertiges städtisches Grundstück, auf dem bisher eine öffentliche Grünanlage geplant war, zum Höchstpreis verkaufen, auch um verlustreiche Prestigeprojekte wie die Elbphilharmonie und andere "Millionengräber" (HSH Nordbank) finanzieren zu können. Und ein privater Investor will dieses lukrative Grundstück so hoch wie möglich bebauen und aus der exquisiten Lage - mit Blick auf Wasser und Grün - eine höchstmögliche Rendite ziehen. Dass der Bezirk nun versucht, dieses Bombengeschäft zu einem quasi gemeinnützigen Unternehmen hochzustilisieren, entbehrt nicht einer gewissen Komik.<br />
<br />
Die Presse spricht ohne Umschweife von "Aushebelung" des Bürgerentscheids und "Missachtung des Bürgerwillens". Bereits früher hatte der Bezirk ja versucht, seine Zustimmung zu dem vorangehenden Bürgerbegehren "Hände weg vom Isebek!" kurz darauf wieder rückgängig zu machen. "Für die Respektierung des Bürgerwillens in Eimsbüttel!" hieß deshalb das neue Bürgerbegehren, das dann im Bürgerentscheid vom 1. Juli 2010 eine klare Mehrheit fand.<br />
 <br />
<strong>Eine so eindrucksvolle demokratische Mehrheitsentscheidung des ersten Eimsbüttler Bürgerentscheids auf diese obrigkeitsstaatliche Weise zu liquidieren, ist ein Anschlag auf die Demokratie und wird der politischen Kultur und dem Ansehen des Bezirks Eimsbüttels und der Stadt Hamburg als demokratischem Gemeinwesen schweren und bleibenden Schaden zufügen.</strong><br />
<h2><strong>Sachlage</strong><br /></h2></p>

<p>Am 1. Juli 2010 fand im Bezirk Hamburg-Eimsbüttel ein Bürgerentscheid zu dem von der Isebek-Initiative angeregten <a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/dokumente/background/091009_IsebekBuergerbegehren2_Text.pdf">Bürgerbegehren "Für die Respektierung des Bürgerwillens in Eimsbüttel!"</a> statt. Die allgemeine Hauptforderung des mit einer Abstimmungsmehrheit von rund 70 % angenommenen Bürgerbegehrens lautete:<br />
<br />
<strong>"auf Gehölzrodungen und Bebauungen zwischen dem Isebekkanal und dem U-Bahnhof Hoheluftbrücke zu verzichten";</strong><br />
<br />
und, daraus abgeleitet, lautete die Forderung für den konkreten Fall:<br />
<br />
<em>"dass die Bezirksversammlung <strong>deshalb</strong> dem vorliegenden Bebauungsplan mit seinem riesigen 'Hoheluftkontor' die Zustimmung endgültig versagt."</em><br />
<br />
Überschrift und Inhalt des Bürgerentscheids bezogen sich auf ein vorausgegangenes Bürgerbegehren mit dem Titel <a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/dokumente/unterschriften/20080821-Buergerbegehren-Unterschriftenliste.pdf">"Hände weg vom Isebek!"</a>, das <a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/dokumente/background/Buergerbegehren-als-Beschluss-der-Bezirksversammlung1.pdf">am 13. August 2009 vom Hauptausschuss der Bezirksversammlung Eimsbüttel übernommen</a> und so, ohne Bürgerentscheid, beendet wurde. Damit wurde von der Bezirksversammlung auch die Hauptforderung des Bürgerbegehrens angenommen:<br />
<br />
" ... die <strong>Erhaltung und die naturnahe Gestaltung des Grünzuges am Isebekkanal</strong> zwischen Weidenstieg und Hoheluftbrücke, seine vollständige Bewahrung vor strukturverändernden Abholzungen, vor Bebauung, Versiegelung und anderen beeinträchtigenden Nutzungen, <strong>seine Erweiterung auf den Bereich zwischen U-Bahnhof Hoheluftbrücke und Isebekkanal</strong>, seine Ausweisung als Öffentliche Grün- und Erholungsanlage unter dem Namen ISEBEK-PARK ...".<br />
<br />
Die Bezirksversammlung stimmte auch der daraus abgeleiteten Forderung für den konkreten Fall zu:<br />
<br />
<em>"die entsprechende Änderung des Bebauungsplans Hoheluft-West 13 / Harvestehude 12"</em>.                           (Hervorhebungen von uns)<br />
<br />
Bei der im Fokus stehenden Fläche zwischen Isebekkanal und U-Bahnhof Hoheluftbrücke handelt es sich um die Harvestehuder <a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/bz/090324_LiegenschKarte_Harvestehude_2420_2421.pdf">Flurstücke 2420 und 2421</a>, Kaiser-Friedrich-Ufer 30 (bzw. 28a) und Grindelberg 85. Während das Bezirksamt Eimsbüttel diese Flächen nach Rodung eines ökologisch wertvollen Gehölzbiotops bebauen und mit einer großen Tiefgarage unterkellern lassen wollte, entschieden die Eimsbüttler Bürger im Bürgerentscheid am 1. Juli 2010, "auf Gehölzrodungen und Bebauungen zwischen dem Isebekkanal und dem U-Bahnhof Hoheluftbrücke zu verzichten". Sie verfügten bei ihrer Entscheidung über eine ausführliche <a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/dokumente/background/100521_InfoHeft-Text-der-IsebekInitiative.pdf">Begründung der Isebek-Initiative</a> zu den Forderungen des abzustimmenden Bürgerbegehrens, die allen Abstimmungsberechtigten zugesandt worden war.<br />
<br />
Im Vordergrund der <a href="http://www.isebek-initiative.de/archives/16-Eimsbuettler-Appell.html">Argumentation</a> stand:<br />
<br />
-  die Bedeutung des <a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/dokumente/background/Ufergehoelzsaum_Goebenbruecke.pdf">als "grüne Lunge" schutzwürdigen Grünzuges am Isebekkanal</a> für das Stadtklima und die Naherholung der Bürger in dem bereits hochverdichteten, luftschadstoffbelasteten und mit Grünflächen unterversorgten Eimsbüttler Kerngebiet;<br />
<br />
-  der ökologische Wert der <a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/bz/Gehoelzbiotop-vor-U-Bahnhof.pdf">Gehölzbestände vor dem U-Bahnhof Hoheluftbrücke</a> als <a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/dokumente/background/Biotopverbund_Isebek-HoheluftBhf-Schlump.pdf">Durchgangskorridor im grünen Biotopverbund</a> zwischen Isebek-Grünzug und den südlich anschließenden Grünzonen;<br />
<br />
-  der städtebaulich gebotene <a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/bz/KULTURSCHUTZGEBIET-Klinkertuerme-am-Isebek.pdf">Umgebungsschutz für die eindrucksvollen, turmartigen Abschlussbauten der denkmalgeschützten Klinkerbebauung</a> am U-Bahnhof Hoheluftbrücke, als Teil des kulturhistorischen Erbes aus der Zeit des "Neuen Bauens" der Weimarer Zeit in einer für Hamburg einmaligen Komposition;<br />
<br />
-  der Erhalt eines offenen, "grünen", menschenfreundlichen U-Bahnhofs Hoheluftbrücke.<br />
<br />
Spätestens seit dem Bürgerentscheid vom 1. Juli 2010, der nach <a href="http://www.landesrecht.hamburg.de/jportal/portal/page/bshaprod.psml;jsessionid=2BEF126E3D0A5A11592052DD4A374368.jp95?printview=true&amp;doc.id=jlr-BezVwGHA2006pP32&amp;st=lr&amp;showdoccase=1&amp;paramfromHL=true">§ 32 Absatz 11 des Bezirksverwaltungsgesetzes (BezVG)</a> "die Wirkung eines Beschlusses der Bezirksversammlung" besaß, hatte das Bezirksamt Eimsbüttel gemäß <a href="http://www.landesrecht.hamburg.de/jportal/portal/page/bshaprod.psml;jsessionid=38AD1025CCE1DFA30AF8B14B23484CD8.jp44?printview=true&amp;doc.id=jlr-BezVwGHA2006pP22&amp;st=lr&amp;showdoccase=1&amp;paramfromHL=true">§ 22 Absatz 1 BezVG</a> den gesetzlichen Auftrag, die Handlungsanweisungen der beiden Bürgerbegehren planerisch und tatsächlich umzusetzen. Dazu gehört auch die Entsiegelung und Begrünung (Renaturierung) der derzeit noch asphaltierten Fläche vor dem U-Bahnhof Hoheluftbrücke sowie die Ausweisung des Gesamtareals als Öffentliche Grün- und Erholungsanlage gemäß geltendem <a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/dokumente/InterneSchriften/BaustufenplanHarvestehudeRotherbaum.pdf">Baustufenplan Harvestehude Rotherbaum</a>. <br />
<br />
Das besondere Schutzinteresse des Bürgerentscheids galt dem naturnahen Gehölzbiotop vor dem U-Bahnhof Hoheluftbrücke als Teil des örtlichen Biotopverbunds. Er besteht in der Hauptsache aus einem alten, weitgehend naturbelassenen Imkergarten (Flurstück 2421, ca. 650 m²) sowie einem mit Erde überdeckten und dicht mit Sträuchern, Bäumchen und Rankenwerk überwucherten, ehemaligen Röhrenbunker, der landschaftlich als leicht erhöhtes Urwäldchen wahrgenommen wurde,  - im Frühling und Sommer voller <a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/bz/Gehoelzbiotop-vor-U-Bahnhof.pdf">Blüten</a> und <a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/dokumente/background/Vogelgesang.mp3">Vogelgesang</a>. Auch für die örtliche <a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/dokumente/background/Smolnik_090609_FledermausZwischenbericht.pdf">Fledermauspopulation</a> spielt der naturnahe Gehölzbiotop vor dem U-Bahnhof Hoheluftbrücke eine wichtige Rolle.<br />
<br />
Unter der Regie und persönlicher Beteiligung des Bezirksamtsleiters Dr. Torsten Sevecke kam es dann seit November 2010 zu Ausholzungen in und an dem oben beschriebenen Imkergarten. So schnitt der <a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/bz/D_VertrL_100514_BAL_Kleingaerten.pdf">Bezirksamtsleiter, der bereits beim zurückliegenden Bürgerentscheid sein Partikularinteresse als benachbarter Kleingärtner störend geltend gemacht hatte</a>, eigenhändig eine üppige, berankte Hecke von außen bis auf den grundstücksbegrenzenden Drahtzaun weg, mit der Folge einer deutlichen optischen und ökologischen Abwertung des Gartenrandbereichs. Weitere Ausholzungen folgten im Inneren des Gartens.<br />
<br />
Am 21. und 25. Februar 2011 kam es zu einem weiteren, massiven Verstoß gegen das Gebot des Bürgerentscheids, "auf Gehölzrodungen ... zwischen Isebekkanal und U-Bahnhof Hoheluftbrücke zu verzichten": Das kleine <a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/bz/Gehoelzbiotop-vor-U-Bahnhof.pdf">Urwäldchen auf dem alten Röhrenbunker</a> wurde fast <a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/sn/110227_Biotopverwuestung-vor-Hoheluftbahnhof.jpg">flächendeckend abgeholzt</a>, mit einschneidenden Folgen für das landschaftliche Erscheinungsbild und den ökologischen Wert dieses für den Bürgerentscheid zentralen, als schutzwürdig erachteten Biotops.<br />
<br />
Ein an Bezirksamt, Finanzbehörde und andere Stellen gerichteter <a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/sn/D_IsebekInitiative_110222_FinanzBeh_BezAmtEimsb_mAnl1.pdf">Einspruch der Isebek-Initiative</a> und der Vertrauensleute des Bürgerbegehrens gegen die Verwüstung der Vegetation vor dem U-Bahnhof Hoheluftbrücke wurde vom Bezirksamtsleiter abschlägig beschieden. Dieser äußerte sich kurz darauf in der Presse, die Abholzungen seien aufgrund einer "<a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/sn/HWB-Epp_110308_KW10_Rodung-auf-dem-Bunker3.pdf">bezirklichen Aufforderung zur Herstellung der Verkehrspflichten</a>" zustande gekommen. Eine absurde Begründung, da wegen vorhandener Absperrungen die Voraussetzungen zur Wahrnehmung der Verkehrssicherungspflicht gar nicht vorlagen.<br />
<br />
Von der Isebek-Initiative und den Vertrauensleuten wurden diese Vorgänge als demonstrative Missachtung des Bürgerentscheids "Für die Respektierung des Bürgerwillens in Eimsbüttel!" angesehen. Sie stellten daher am 25. Februar 2011 <a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/sn/D_IsIn_110224_Akteneinsicht_BB_und_Hoheluft-Abholzungen.pdf">Antrag auf Akteneinsicht nach dem Hamburgischen Informationsfreiheitsgesetz</a>, um zu erfahren, was das Bezirksamt bisher zur Umsetzung der Bürgerbegehren "Hände weg vom Isebek!" und "Für die Respektierung des Bürgerwillens in Eimsbüttel!" getan hat und welchen Hintergrund die Rodungen in dem Gehölzbiotop vor dem U-Bahnhof Hoheluftbrücke hatten. Die Akteneinsicht hätte <a href="http://www.landesrecht.hamburg.de/jportal/portal/page/bshaprod.psml;jsessionid=FA8EB633F3FF52494F2C070570A7B987.jpj4?printview=true&amp;doc.id=jlr-InfFrGHA2009pP7&amp;st=lr&amp;showdoccase=1&amp;paramfromHL=true">von Gesetzes wegen unverzüglich, spätestens aber innerhalb eines Monats</a>, also bis zum 25. März 2011, gewährt werden müssen. Die Antwort des Bezirksamtes lag jedoch am 20. April 2011 noch nicht vor.<br />
<br />
Seit diesem Tag erschienen Medienberichte, nach denen der Bezirk Eimsbüttel den "Bürgerwillen missachten" und den "Bürgerentscheid aushebeln" wolle, indem er beabsichtige, anstelle des zuvor geplanten "Hoheluftkontors" den Bau eines mindestens gleich großen Gebäudekomplexes mit Wohn- und Ladennutzung zwischen Isebekkanal und U-Bahnhof Hoheluftbrücke zu genehmigen.<br />
<br />
In den Unterlagen zu der Sitzung der Bezirksversammlung am 28.4.2011 fand sich dann unter Tagesordnungspunkt 4.4 eine <a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/bz/BV_110428_TOP_4-4_Vorbescheidsantrag_Kaifu-30.pdf">Mitteilung des Bezirksamtes über einen "Vorbescheidsantrag Kaiser-Friedrich-Ufer 30"</a>. Danach liegt dem Bezirksamt seit dem 14.2.2011 ein "geänderter Vorbescheidsantrag" vor zur Bebauung des  - nach dem Bürgerentscheid von Bebauung freizuhaltenden -  Grundstücks zwischen Kaiser-Friedrich-Ufer und U-Bahnhof Hoheluftbrücke. Geplant sei die "Errichtung eines 5-geschossigen Wohngebäudes mit zwei Staffelgeschossen, 50 Wohneinheiten und Läden im Erdgeschoss". Mit seinen insgesamt 7 Geschossen und 1.200 m² Baufläche wäre der neue, nun "Isebek-Domizil" genannte "Koloss" ebenso überdimensioniert wie das "Hoheluft-Contor" zuvor. Nach der Mitteilung der Verwaltung sollte der Vorbescheidsantrag schon eine Woche nach der Bezirksversammlungssitzung, also am 5.5.2011, der Baukoordinierungskommission des Bezirksamtes zur Genehmigung vorgelegt werden. <br />
<br />
<br />
In der Mitteilung des Bezirksamtes fehlte jeder Hinweis auf den <a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/dokumente/background/091009_IsebekBuergerbegehren2_Text.pdf">Bürgerentscheid "Für die Respektierung des Bürgerwillens in Eimsbüttel!"</a> vom 1. Juli 2010, in dem sich die Eimsbüttler mit einer Abstimmungsmehrheit von mehr als Zweidritteln gegen eine Bebauung zwischen Isebekkanal und U-Bahnhof Hoheluftbrücke entschieden hatten. Warum nun trotz dieser eindeutigen Entscheidung eine Bebauung der Fläche möglich und sinnvoll sein soll, wurde nicht mitgeteilt. <br />
<br />
Ebenfalls unerklärt blieb in der Mitteilung des Bezirksamtes, wie denn eine Wohnbebauung unmittelbar vor dem U-Bahnhof Hoheluftbrücke nun möglich sein soll, wo eine solche Wohnbebauung noch in der <a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/dokumente/background/Stapla_091006_TOP2_BPlanHoheluft-Beschlussvorlage_mAnl.pdf">Begründung zum Bebauungsplanentwurf Hoheluft-West 13 / Harvestehude 12</a> vom 6.10.2009 ausdrücklich ausgeschlossen wurde. Dort heißt es auf Seite 22:<br />
<br />
"<em>Im Kerngebiet am Kaiser-Friedrich-Ufer sind <strong>Wohnungen unzulässig</strong> (vgl. § 2 Nr. 4 [der Verordnung zum Bebauungsplanentwurf]).</em><br />
<br />
Um die Standortpotenziale für kerngebietstypische Nutzungen ausschöpfen zu können, <strong>wird hier jegliche Wohnnutzung ausgeschlossen. Als Wohnstandort ist der Bereich nicht geeignet, weil er aufgrund der unmittelbaren Nähe zur U-Bahnhaltestelle und zur Hauptverkehrsstraße starken Immissionen ausgesetzt ist.</strong>"     (Hervorhebungen von uns)<br />
<br />
Wie inzwischen durch Akteneinsicht ermitteln werden konnte, wurde eine erste Fassung des nun erst durch Presseveröffentlichungen bekannt gewordenen <a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/bz/BaupruefEimsb_110504_eMail_Termine.pdf">Bauvorbescheidsantrages bereits vor einem halben Jahr, am 25. Oktober 2010, eingereicht</a>, nicht aber erst am 14.2.2011, wie die Mitteilung des Bezirksamtes an die Bezirksversammlung am 28.4.2011 zunächst glauben macht. Aufschlussreich ist, dass die ursprünglich vom Investor eingeplanten Rechtsanwalts- und Arztpraxen des Großgebäudes auf Drängen des Bezirks nun im geänderten Vorbescheidsantrag durch Wohnungen ersetzt wurden, von denen das Bezirksamt behauptet, sie seien "größtenteils als Alten- oder Studentenwohnungen vorgesehen". Es muss sich schon um begüterte Mieter handeln, denn laut Investor "werden die Kosten um 150 bis 200 Euro pro Quadratmeter höher sein" als bei dem zuvor geplanten Bürobau. Verschwiegen wird auch, dass sich im Erdgeschoss des Isebek-Koloss erneut ein großes McDonald's-Fastfood-Restaurant befinden wird.<br />
<br />
Die seit mindestens einem halben Jahr laufenden Aktivitäten des Investors und des Bezirksamtes zur "Aushebelung" des ersten Eimsbütteler Bürgerentscheids wurden den Vertrauensleuten des Bürgerbegehrens systematisch vorenthalten. So hatte die Isebek-Initiative am 30.9.2010 ausführliche <a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/bz/BV_100930_TOP2_Fragen_IsebekIni_BB-Status_mLitV.pdf">Fragen an die Bezirksversammlung zum Stand der "Umsetzung der Inhalte der Bürgerbegehren</a> 'Hände weg vom Isebek!' und 'Für die Respektierung des Bürgerwillens in Eimsbüttel!'" gestellt. Am 29.10.2010, also  - wie man heute weiß -  vier Tage nach Eingang des Vorbescheidsantrags zur Bebauung des nach dem Bürgerentscheid vom 1.7.2010 nicht zu bebauenden Flurstücks 2420, <a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/bz/101029_BVE_Antwort-auf-Fragen-der-IsebekIni_BV_100930.pdf">beantwortete die Bezirksversammlung</a> diese Fragen unter Verwendung von Informationen des Bezirksamtes, ohne den vorliegenden Vorbescheidsantrag auch nur zu erwähnen. Dieses Verschweigen eines für die Initiatoren des Bürgerentscheids höchst wichtigen Tatbestandes wiederholte sich noch einmal im darauffolgenden Monat, nachdem die Isebek-Initiative der Bezirksversammlung am 28.10.2010 in einer <a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/bz/BV_101028_TOP2_Frage-der-IsebekInitiative-zum-Klinkerturm-Schutz.pdf">Frage "zum Denkmalschutz der Klinkerwohntürme am Isebekkanal"</a> vorgeschlagen hatte, für die den Klinkertürmen  - auch am U-Bahnhof Hoheluftbrücke -   "vorgelagerten Freiflächen Umgebungsschutz gemäß § 9 Hamburgisches Denkmalschutzgesetz festzusetzen". Die <a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/bz/101119_BVE_Antwort-auf-Fragen-der-IsebekIni_BV_101028.pdf">Bezirksversammlung beantwortete diesen Vorschlag</a> am 19.11.2010 mit der lapidaren Aussage, sie habe sich "mit dem Thema noch nicht befasst",  - wiederum ohne zu erwähnen, dass für die als schutzwürdig vorgeschlagenen Freiflächen an der U-Bahnstation inzwischen seit 26 Tagen ein Vorbescheidsantrag zu Bebauung vorlag.<br />
<br />
Die Systematik dieses quasi konspirativen Vorgehens wird noch deutlicher an der Hinauszögerung der <a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/sn/D_IsIn_110224_Akteneinsicht_BB_und_Hoheluft-Abholzungen.pdf">am 25.2.2011 beantragten Akteneinsicht</a>, die <a href="http://www.landesrecht.hamburg.de/jportal/portal/page/bshaprod.psml;jsessionid=FA8EB633F3FF52494F2C070570A7B987.jpj4?printview=true&amp;doc.id=jlr-InfFrGHA2009pP7&amp;st=lr&amp;showdoccase=1&amp;paramfromHL=true">gemäß § 7 HmbIFG unverzüglich, spätestens aber bis zum 25.3.2011 hätte gewährt werden müssen</a>, dann aber erst nach Mahnungen, mit 38-tägiger Verspätung und in teilweise restriktiver Weise, ermöglicht wurde, - unmittelbar vor der in der Sache entscheidenden Sitzung der Baukoordinierungskommission, und damit zu spät, um noch qualifizierte Einwände geltend machen zu können.<br />
<br />
Die Vertrauensleute des Bürgerbegehrens "Für die Respektierung des Bürgerwillens in Eimsbüttel!" sollten offenbar überrumpelt werden. Da das Ergebnis des Bürgerentscheids weder vom Bezirksamt gemäß <a href="http://www.landesrecht.hamburg.de/jportal/portal/page/bshaprod.psml;jsessionid=38AD1025CCE1DFA30AF8B14B23484CD8.jp44?printview=true&amp;doc.id=jlr-BezVwGHA2006pP22&amp;st=lr&amp;showdoccase=1&amp;paramfromHL=true">§ 22 Absatz 2 BezVG</a> noch vom Senat angefochten worden war, durften die Vertrauensleute nach rechtsstaatlichen Maßstäben davon ausgehen, dass die demokratisch und gesetzmäßig zustande gekommene Entscheidung der Eimsbüttler Bürger von der Bezirksverwaltung respektiert und gemäß <a href="http://www.landesrecht.hamburg.de/jportal/portal/page/bshaprod.psml;jsessionid=38AD1025CCE1DFA30AF8B14B23484CD8.jp44?printview=true&amp;doc.id=jlr-BezVwGHA2006pP22&amp;st=lr&amp;showdoccase=1&amp;paramfromHL=true">§ 22 Absatz 1 BezVG</a> umgesetzt werden würde.<br />
 <br />
<strong>Noch zu Beginn seiner Amtszeit hatte Bezirksamtsleiter Dr. Torsten Sevecke erklärt, er wolle "Verfahren transparenter machen und die 'Bürger noch besser beteiligen'. Das gelte besonders für die Bereiche Bauleitplanung und Baugenehmigungspraxis."  Als einer, der die Bürger durch derart irreführende Versprechungen getäuscht und ihnen die Früchte ihres Bürgerentscheids trickreich entwendet hat, steht der Bezirksamtsleiter nun  - gut ein Jahr nach seinem Amtsantritt -  entlarvt da und wird so in die Geschichte des Bezirks Eimsbüttel eingehen: als wortbrüchiger Totengräber des ersten Eimsbüttler Bürgerentscheids, der sich als unfähig erwies, den Bürgerwillen in Eimsbüttel zu respektieren.</strong><br />
<h2><strong>Zur Repräsentativität demokratischer Abstimmungen</strong><br /></h2></p>

<p>Von interessierter Seite wird gelegentlich die <a href="http://9.image.hamburg.de/contentblob/2372638/data/2007-07-12-eimsbuettel-endergebnis-buergerentscheid.pdf">Abstimmungsbeteiligung</a> von 23,34 % als Argument dafür verwendet, die Legitimität des Bürgerentscheids vom 1. Juli 2010 in Frage zu stellen. Die Repräsentativität des Bürgerentscheids steht indes außer Zweifel:<br />
<br />
Geht man etwa von einem Abstimmungsquorum von 40 % der Wahlberechtigten des Bezirks aus  - eine der Zahlen, die der CDU-Politiker Ulrich Karpen vorschlug und die noch über der Wahlbeteiligung von 34,7 % bei den Europawahlen 2009 in Hamburg liegt - , so ergibt eine einfache Dreisatzrechnung Folgendes:<br />
<br />
Die Bezirksversammlung Eimsbüttel würde bei einer Abstimmungsbeteiligung von 40 % erst dann eine Mehrheit von einer Stimme erhalten, wenn neben den bisher 45.183 Teilnehmern am Bürgerentscheid, von denen rund 70 % für das Bürgerbegehren und rund 30 % für die Vorlage der Bezirksversammlung stimmten, weitere 33.243 Wahlberechtigte am Bürgerentscheid teilnehmen würden, die dann aber mit nur 26 % für das Bürgerbegehren und mit 74 % für die Vorlage der Bezirksversammlung stimmen müssten. Das eindeutige Abstimmungsergebnis vom 1. Juli müsste sich also mehr als umkehren. Eine derartige Annahme ist aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit falsch. Es gibt mithin unzweifelhaft eine klare Mehrheitsentscheidung der Eimsbüttler gegen Gehölzrodungen und Bebauungen zwischen dem Isebekkanal und dem U-Bahnhof Hoheluftbrücke.<br />
<br />
Und wenn schon von Quoren geredet wird: Die Wahlbeteiligung bei der letzten Hamburger Bürgerschaftswahl lag bei 57,7 %. Bei der letzten <a href="http://www.hamburg-web.de/magazin/artikel/Wahlergebnis-Hamburg-Europawahl-2009-101089.htm">Europawahl in Hamburg 2009</a> erreichte die <strong>Wahlbeteiligung in Hamburg 34,7 %, im Bezirk Mitte nur 26 %</strong>, also nur 2,66 % mehr als die Beteiligung am Eimsbüttler Bürgerentscheid. Wie weit darf denn die Wahlbeteiligung absinken, damit diese Wahlergebnisse noch als repräsentativ und als gültig angesehen werden können? <br />
<br />
Ein repräsentative Demokratie, die vor allem wegen der zunehmenden Unglaubwürdigkeit der Politiker und der daraus resultierenden Wahlenthaltung auf immer schwächeren Füßen steht, täte gut daran, bei der  - im vorliegenden Fall normalen -  Wahlbeteiligung von Bürgerentscheiden nicht schärfere Maßstäbe anzulegen als bei sich selbst.<br />
<h2><strong>Instrumentalisierung des Wohnungsbaus gegen Naturschutz und direkte Demokratie</strong><br /></h2></p>

<p>Wenn Hamburger Politiker sich gegen die zunehmende Kritik aus der Bevölkerung zur Wehr setzen   - dass es in Hamburg zu wenig bezahlbaren Wohnraum und zu viele Leerstände gibt; allein 1.200.000 m² Gewerbefläche sind nicht vermietet -, dann leugnen sie gern diese Missstände. Unter der Überschrift: "Wohnungsbaukoordinator: Hamburg hat keine Wohnungsnot" fasste etwa das Hamburger Abendblatt am 2.11.2010 entsprechende Auslassungen des vom CDU/GAL-Senat eingesetzten "Wohnungsbaukoordinators" Michael Sachs (SPD) zusammen. Unmittelbar nach ihrem Amtsantritt erklärte auch Jutta Blankau (SPD), "Hamburgs neue Bausenatorin: 'Es gibt keine Wohnungsnot'", - so die Hamburger Morgenpost vom 31.3.2011. Und ebenda am 14.4.2011 hieß es: "Bausenatorin bleibt dabei: Wir haben keine Wohnungsnot".<br />
<br />
Ganz anders reden viele dieser Politiker über das gleiche Thema, wenn es darum geht, obrigkeitsstaatliches Verwaltungshandeln gegen  - aus ihrer Sicht störende -  Einwände des Naturschutzes und gegen eigenständige Bürgerinitiativen durchzusetzen. "Naturschutz blockiert Hamburgs Wohnungsbau" oder "Wohnungsbau auch gegen Bürgerwillen" lauten dann die Überschriften der Medienkampagnen, die von interessierten Politikern, wie den Sozialdemokraten Sachs, Sevecke und Grote, initiiert und mit einseitiger Information gespeist werden. <br />
<br />
Viele der Angaben in diesen Kampagnenartikeln erweisen sich schon bei einer ersten Überprüfung als falsch. So enthielt die Artikelserie "Wohnungsbau auch gegen Bürgerwillen" im "Hamburger Abendblatt" am 22.3.2011 eine <a href="http://www.abendblatt.de/multimedia/archive/00727/grafik_gross_727682a.jpg">Karte der 76 größeren Wohnungsbauvorhaben in Hamburg</a>: nur drei von ihnen wurden durch Bürgerbegehren angefochten. Wertet man die Karte nach den darin enthaltenen Wohneinheiten weiter aus, so ergibt sich: <a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/sn/HAB_110322_Tabelle-von-76-Hamburger-Wohnungsbauvorhaben.pdf">von den zur Diskussion stehenden 21.114 Wohnungen sind nur 351  - also lediglich 1,66 % -  von Bürgerbegehren betroffen</a>. Die Karte widerlegte also unmittelbar die Kernaussage der Kampagneartikel: dass nämlich der Wohnungsbau in nennenswertem Maße von Bürgerbegehren behindert sei. <br />
<br />
Im Gegensatz zu den oben zitierten Politikeraussagen, wonach es keine Wohnungsnot in Hamburg gibt, wird in den Kampagneartikeln eine Art Wohnungsnotstand suggeriert, der alle Mittel heiligt, insbesondere die Bekämpfung des Naturschutzes und der Bürgerbegehren in Hamburg. Damit sollen auch die Kritiker bei den <a href="http://bund-hamburg.bund.net/nc/presse/pressemitteilungen_hamburg/detail/archiv/2006/juli/artikel/flaechenfrass-in-hamburg-nimmt-drastisch-zu-bund-fordert-kehrtwende-in-der-siedlungspolitik/?tx_ttnews%5BbackPid%5D=6372&amp;cHash=9813e7146b">Naturschutzverbänden</a>, dem <a href="http://www.zukunftsrat.de/download/studie_flaechennutzung.pdf">Zukunftsrat</a> und bei vielen <a href="http://www.isebek-initiative.de/archives/24-Hamburger-Manifest-der-Projektgruppe-Stadtnatur.html">Bürgerinitiativen</a> mundtot gemacht werden, die schon seit Jahren auf den in Deutschland einmalig hohen und schädlichen Grün- und Freiflächenverbrauch in Hamburg hinweisen und ein Umdenken in der Stadtentwicklungspolitik fordern. <br />
<br />
Einer der Haupt-Mitverantwortlichen für den immensen Flächenverbrauch des letzten Jahrzehnts in Hamburg ist Dr. Torsten Sevecke (SPD), vor seinem Wechsel in das Bezirksamt Eimsbüttel <a href="http://www.milan95.de/b_2007_07_08.html">Koordinator für Flächenentwicklung der BSU</a>, mit besonderer Anbindung an das Immobilienmanagement der CDU-geführten Finanzbehörde. Eine Art Nachfolger Seveckes wurde im Frühjahr 2010 Michael Sachs (ebenfalls SPD). Es war ein geschickter PR-Schachzug des Senats, den Flächenbeschaffer nun "Wohnungsbaukoordinator" zu nennen. Und dieser erklärte denn auch in einer ersten Pressemitteilung am 7.4.2010, er freue sich sehr, das "große Potential an Flächen für den Wohnungsbau" "zusammen mit der Wohnungswirtschaft, den Bezirken und den Anliegern schneller für den Wohnungsbau nutzbar zu machen".<br />
<br />
Sachs trat seit Beginn seiner Amtszeit immer wieder in allen möglichen Veranstaltungen auf  - oft zusammen mit seinem "Vorgänger" Sevecke -  und machte gezielt Stimmung gegen Bürgerbegehren, die sich aus Gründen des Naturschutzes gegen die Bebauung ökologisch wertvoller Grünflächen und Waldgebiete in Hamburg einsetzen. Bei der "Vorstellung des Wohnungsbaukoordinators im Stadtplanungsausschuss" der Bezirksversammlung Eimsbüttel am 28. September 2010 erklärte Sachs im Beisein Seveckes, dass er beabsichtige, mehrere anhängige Bürgerbegehren in Hamburg vom Senat evozieren zu lassen, um damit endlich einen Erfolg bei der Flächenbeschaffung vorweisen zu können. Wenig später ging dann der Vorbescheidsantrag zur Bebauung des nach dem Eimsbüttler Bürgerentscheid zu schützenden Grundstücks am Isebekkanal im Bezirksamt ein.<br />
<br />
Mit Hilfe des oben erwähnten Kampagnenjournalismus, in dem die Fehlinformation verbreitet wird, Naturschutz und Bürgerbegehren, nicht aber die den sozialen Wohnungsbau vernachlässigende Wohnungspolitik des Senats sei für den Mangel an preiswertem Wohnraum in Hamburg verantwortlich, haben Sachs &amp; Co. den Wohnungsbau zu einem "Totschlagargument" aufgebaut, mit dem jede Kritik an einer unvernünftigen Zubetonierung ökologisch und städtebaulich wertvoller Freiflächen im Keim erstickt werden soll. <br />
<br />
Es ist offensichtlich: der Wohnungsbau in Hamburg wird instrumentalisiert, um Argumente der stadtplanerischen Vernunft wie Natur- und Denkmalschutz sowie Bürgerinitiativen, die diese Prinzipien einer am Gemeinwohl orientierten Politik vertreten, zu verunglimpfen.<br />
<br />
Noch weiter geht Bezirksamtsleiter Sevecke in seinem Kampf gegen den Bürgerwillen in Eimsbüttel: Um das Totschlagargument Wohnungsbau für die Liquidierung eines Bürgerentscheids noch durchschlagskräftiger zu machen, schreckt er nicht davor zurück, auch Studenten, Alte und Behinderte zu instrumentalisieren, um dem kommerziellen Bauvorhaben am Isebek ein soziales Mäntelchen umzuhängen.<br />
<h2><strong>Im Räderwerk</strong><br /></h2></p>

<p>Nachdem die Öffentlichkeit am 20.4.2011 erstmals durch den Bericht eines lokalen Anzeigenblatts von dem Vorbescheidsantrag auf Bau eines Großgebäudes am Isebekkanal erfahren hatte, war am 21.4.2011 unter der Überschrift "Eimsbüttel hebelt Bürgerentscheid aus" zu lesen, Bezirksamtsleiter Sevecke habe den Initiatoren des Bürgerentscheids "ein Gespräch über die Planungen angeboten". Gegenüber den ehemaligen Vertrauensleuten des im Bürgerentscheid abgestimmten Bürgerbegehrens "Für die Respektierung des Bürgerwillens in Eimsbüttel!" erklärte Sevecke, man könne ohne Zeitdruck miteinander reden und er gebe "sein Wort", dass es eine überfallartige Genehmigung des Vorbescheidsantrags nicht geben werde.<br />
<br />
Doch schon am gleichen Tag, am 21.4.2011, wurde eine <a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/bz/BV_110428_TOP_4-4_Vorbescheidsantrag_Kaifu-30.pdf">Mitteilung des Bezirksamtes zu Tagesordnungspunkt 4.4 der Sitzung der Bezirksversammlung am 28.4.2011</a> mit der Überschrift "Vorbescheidsantrag Kaiser-Friedrich-Ufer 30" verfasst, die mit dem Satz schließt: "Am 05.05. wird der Vorgang der BauKo [Baukoordinierungskommission des Bezirksamtes Eimsbüttel] zur Entscheidung vorgelegt." Die ehemaligen Vertrauensleuten des Bürgerbegehrens erfuhren von dieser Mitteilung erst am 28.4.2010 in der Sitzung der Bezirksversammlung. Doch erst am 3.5.2011, zwei Tage vor der geplanten Genehmigung des Vorbescheidsantrages, wollte ihnen das Bezirksamt <a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/bz/BAE_110419_Akteneinsicht-Antwort.pdf">Akteneinsicht</a> in der Sache gewähren.<br />
<br />
Die Vertrauensleute riefen daher am 3.5.2011 in einem Eilantrag vorsorglich das Verwaltungsgericht an, um vor einer Entscheidung über den Vorbescheidsantrag klären zu lassen, inwieweit der geplante Bau eines Großgebäudes am Kaiser-Friedrich-Ufer 30 mit dem Bürgerentscheid vom 1.7.2010 vereinbar ist, wonach dort "auf Gehölzrodungen und Bebauungen zwischen dem Isebekkanal und dem U-Bahnhof Hoheluftbrücke zu verzichten" ist. <br />
<br />
Auf einen erwidernden Schriftsatz des Bezirksamtes Eimsbüttel vom 9.5.2011, beim Verwaltungsgericht eingegangen um 14.18 Uhr, der den Vertrauensleuten erst am 10.5.2011, 13.24 Uhr, per Fax vom Verwaltungsgericht zur "umgehenden Stellungnahme übersandt" wurde, antworteten die Vertrauensleute mit einer eigenen Entgegnung, die sie am 11.5.2011 gegen 12.45 Uhr in der Geschäftsstelle der Kammer 4 des Verwaltungsgerichts abgaben.<br />
<br />
Schon kurz darauf, um 14.59 Uhr, verbreiteten die Pressestellen der Finanzbehörde und des Bezirksamtes Eimsbüttel über die Pressestelle des Senats eine "Einladung/Hinweis an die Medien" unter der Überschrift "Senator Dr. Peter Tschentscher besucht Bezirk Eimsbüttel". Darin wurde unter anderem mitgeteilt, Finanzsenator Tschentscher (qua Amt "Eigentümer" des umstrittenen Grundstücks Kaiser-Friedrich-Ufer 30) wolle gemeinsam mit Bezirksamtsleiter Sevecke im Beisein angemeldeter Medienvertreter am späten Vormittag des darauffolgenden Freitags, dem 13.5.2011, einen "Blick auf die Situation Kaiser-Friedrich-Ufer 30" werfen. Zuständig für die verbindliche Anmeldung zur Teilnahme am Pressetermin und für nähere Informationen war der Leiter des Eimsbütteler Fachamtes Interner Service, Stephan Glunz.<br />
<br />
Dagegen erfuhren die Vertrauensleute erst einen Tag nach der Gerichtsentscheidung, am 12.5.2011, durch ein um 10.41 Uhr vom Verwaltungsgericht übersandtes Fax von der Ablehnung des Eilantrags, - zu spät, um beim Oberverwaltungsgericht noch rechtzeitig Beschwerde mit aufschiebender Wirkung einlegen zu können. Denn schon 1-2 Stunden später genehmigte die Baukoordinierungskommission des Bezirksamtes Eimsbüttel den Vorbescheidsantrag. Die Genehmigung durch den Bezirksamtsleiter erfolgte gegen 15 Uhr. Der Investor stand schon vor der Tür und konnte um 15.15 Uhr den genehmigten Vorbescheidsantrag in Empfang nehmen. <br />
<br />
In diesem minutiös abgestimmten Räderwerk Hamburger Geld- und Machteliten war kein Platz mehr "für die Respektierung des Bürgerwillens in Eimsbüttel". <br />
<br />
Die 4. Kammer des Hamburger Verwaltungsgericht hatte es sich leicht gemacht. Mit den einzelnen, auf den Vorbescheidsantrag bezogenen Inhalten des Antrags der Vertrauensleute hatte sie sich gar nicht befasst, sondern kurzerhand entschieden (4 E 1000-11), dass die ehemaligen Vertrauensleute des Bürgerbegehrens "Für die Respektierung des Bürgerwillens in Eimsbüttel!" nicht berechtigt seien, vor Gericht Anträge für den Bürgerentscheid vom 1.7.2010 zu stellen, der über ihr Bürgerbegehren entschieden hatte. <br />
<h2><strong>Die Stadt als Beute</strong><br /></h2></p>

<p>Das autoritäre Vorgehen des Bezirksamtes und der Finanzbehörde bei der Ausschaltung des ersten, überaus erfolgreichen Bürgerentscheids in Eimsbüttel ist erst der Anfang einer neuen, obrigkeitsstaatlichen Politik der in Hamburg alleinregierenden und in Eimsbüttel dominanten SPD, die ihre Politik, angeleitet von dem ehemaligen Handelskammer-Präses und jetzigen Wirtschaftssenator Horch, immer mehr an den <a href="http://www.isebek-initiative.de/archives/23-Die-Stadt-als-Beute.html">Zielen der Wirtschaftslobby</a> und immer weniger an den Interessen der Bürger ausrichtet. <br />
<br />
Wie die Zeitung "Die Welt" am 12.5.2011 unter der Überschrift "Das neue Tempo-Bauprogramm" berichtete, sollen nun unter der Regie des "Wohnungsbaukoordinators" Sachs (SPD) Entscheidungen zu Bauvorhaben künftig zügiger und unter dem Druck kürzerer Fristen durchgesetzt, und "Konflikte - etwa in Bezug auf Naturschutz ... - besser gebündelt und entschieden werden". "Auch wenn die Bürger mehr eingebunden werden sollen - Sachs' Haltung ist klar: Letztlich müsse die Politik entscheiden." Mit anderen Worten: Bürger dürfen zwar noch begehren, aber nicht mehr entscheiden. Laut "Welt" fand die Wirtschafslobby es denn auch "gut, wenn die Stadt wie ein Unternehmen auftritt und mit einer Stimme spricht", und sie forderte frühzeitige Unterstützung "etwa bei drohenden Bürgerbegehren".<br />
<br />
Der Abbau der Demokratie in Hamburg ist also in vollem Gange. <br />
<br />
Die Hamburger SPD hat Erfahrung in der  - alle gesellschaftlichen Bereiche durchdringenden -  Machtausübung zu Lasten der Demokratie. Lesenswert und von neuer Aktualität ist da ein Buch der Journalisten Jörn Breiholz und Frank Wieding aus dem Jahre 2001: "<a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/dokumente/background/Breiholz_Wieding_2001_Machtkartell_Inhalt.pdf">Das Machtkartell: Die Stadt als Beute. Eine Bilanz nach mehr als 40 Jahren SPD-Regierung in Hamburg</a>". Das Buch berichtet, als wär's aus der finsteren Eimsbüttler Realität gegriffen, von der "Arroganz der Mächtigen" und davon, "wie in der Stadt Hamburg Grundstücksdeals und Bauprojekte an den Interessen der Bürger vorbei gefingert werden."<br />
<br />
<strong>"Weniger Demokratie wagen", so könnte man die neue, bürgerentscheidsfeindliche Hamburger SPD-Politik in Umkehrung einer Forderung Willy Brands überschreiben. Bürgerliches Engagement und offener Widerstand gegen das neue <a href="http://www.isebek-initiative.de/archives/23-Die-Stadt-als-Beute.html">Machtkartell der Handelskammer-SPD</a> sind nun gefragter denn je. Denn es ist "eine der wesentlichen und unverzichtbaren Eigenschaften, die den Menschen ausmachen: die Fähigkeit zur Empörung und das Engagement, das daraus erwächst" (Stéphane Hessel).</strong><br />
<br />
<br /></p>

<hr />

<p><br />
Für die beantragte Einsichtnahme von Akten, die die Umsetzung der Bürgerbegehren "Hände weg vom Isebek!" und "Für die Respektierung des Bürgerwillens in Eimsbüttel!" zum Inhalt haben, sollen die ehemaligen Vertrauensleute der Bürgerbegehren "Gebühren in Höhe von voraussichtlich ca. 250 € plus Kopien von 0,15 bis 1,00 € je Größe und Anzahl" bezahlen. Auch bei der Anrufung des Verwaltungsgerichts zur Verteidigung des Eimsbüttler Bürgerentscheids vom 1.7.2010 sind den Vertrauensleuten Kosten entstanden.<br />
<br />
<strong>Wir bitten um Spenden:<br />
<h3>SPENDENKONTO<br /></h3></p>

<p>Isebek-Initiative<br />
Konto-Nr. 1637886<br />
Sparda-Bank Hamburg<br />
BLZ 20690500<br />
<br />
</strong></p>
 
            </div>
        </content>
        
    </entry>
    <entry>
        <link href="http://www.isebek-initiative.de/archives/23-Die-Stadt-als-Beute.html" rel="alternate" title="Die Stadt als Beute" />
        <author>
            <name></name>
                    </author>
    
        <published>2011-02-20T08:50:26Z</published>
        <updated>2011-05-23T13:40:29Z</updated>
        <wfw:comment>http://www.isebek-initiative.de/wfwcomment.php?cid=23</wfw:comment>
    
        <slash:comments>0</slash:comments>
        <wfw:commentRss>http://www.isebek-initiative.de/rss.php?version=atom1.0&amp;type=comments&amp;cid=23</wfw:commentRss>
    
    
        <id>http://www.isebek-initiative.de/archives/23-guid.html</id>
        <title type="html">Die Stadt als Beute</title>
        <content type="xhtml" xml:base="http://www.isebek-initiative.de/">
            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                <h2><strong>Handelskammer Hamburg greift nach der Macht:</strong><br /></h2>

<h1><em><strong><a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/dokumente/background/Breiholz_Wieding_2001_Machtkartell_Inhalt.pdf">Die Stadt als Beute</a></strong></em><br /></h1>

<p><strong><a class='serendipity_image_link' href='http://www.isebek-initiative.de/uploads/sn/Kapitalismus-lieben_geht-nicht.jpg' target="_blank"><!-- s9ymdb:529 --><img class="serendipity_image_left" width="98" height="110" style="float: left; border: 0px; padding-left: 5px; padding-right: 5px;" src="http://www.isebek-initiative.de/uploads/sn/Kapitalismus-lieben_geht-nicht.serendipityThumb.jpg" alt="" /></a>In einer 173-seitigen Broschüre mit dem Titel <a href="http://www.hk24.de/share/Hamburg203072DPIGesamt.pdf">Hamburg 2030 – Ein Projekt der Handelskammer Hamburg</a> hat die Hamburger Wirtschaftslobby am 31. Januar 2011 ihr "Wunsch-Zukunftsbild" für die Hamburger Politik der nächsten zwanzig Jahre vorgelegt. Darin formuliert die Handelskammer, deren finanzielle Macht auf der Zwangsmitgliedschaft von 160.000 Hamburger Unternehmen beruht, ihren Macht- und Eigentumsanspruch auf Politik, Gesellschaft und öffentliche Güter in der Hansestadt. Politische Partizipation der Bürger ist nicht erwünscht. Ihnen wird Egoismus, Partikularinteresse und mangelnde Urteilsfähigkeit zugeschrieben. Der gefürchteten direkten Demokratie soll mit eigenen, "konstruktiven" Bürgerbegehren und mit der "Planungshoheit durch den Senat" entgegengetreten werden. Als weitere Widersacher der Handelskammerpläne werden "Naturschutzverbände" genannt. Unterschrieben ist die "Agenda 2030" an erster Stelle vom ehemaligen Handelskammer-Präses Frank Horch, der  - in Übereinstimmung mit den strategischen Plänen der Agenda -  ein hohes politisches Amt in Hamburg anstrebt. Dazu verhelfen soll ihm Olaf Scholz, SPD, der  - auf diese Weise gestützt von der Hamburger Wirtschaftslobby -   inzwischen selbst an die Macht gekommen ist und im Gegenzug seit November 2010 damit begonnen hat, seine Partei auf Handelskammer-Kurs zu bringen.</strong><br />
<br />
Nach dem Wunsch-Zukunftsbild der Handelskammer Hamburg sollen sich Unternehmer und Unternehmen in allen wichtigen gesellschaftlichen Bereichen zur Durchsetzung und Sicherung ihrer Interessen "verstärkt einbringen".<br />
<br />
<h3><strong>Zugriff auf Politik und Politiker</strong><br /></h3></p>

<p>So "sollten sich Hamburger Unternehmen stärker in politische Entscheidungsprozesse einbringen". Dazu soll der "Anteil der Unternehmer mit politischem Mandat erhöht" und die "Anzahl der Kaufleute unter den Abgeordneten der Hamburgischen Bürgerschaft" vergrößert werden. Das Ziel: "Handelskammer und Verbände bringen sich noch stärker in Gesetzesvorhaben ein." Zur systematischen Ausrichtung der Politik auf die Ziele der Wirtschaftslobby sollen auf einer Veranstaltung mit dem Namen <strong><em>Hamburg Economic Forum</em></strong> regelmäßig "führende Entscheider der Hansestadt und der Metropolregion zusammenkommen". Dies "bietet Unternehmen und Unternehmern damit die Möglichkeit einer direkten Beteiligung am politischen Willensbildungsprozess". Der "lebendige Austausch zwischen Politik und Wirtschaft ... schafft Verständnis auf beiden Seiten und sichert Konsens bei zentralen politischen Fragestellungen". Das Ziel: "Wirtschaft und Politik verfolgen gemeinsam klare und langfristige Ziele".<br />
<br />
<h3><strong>Zugriff auf Wissenschaft und Forschung</strong><br /></h3></p>

<p>Auch Wissenschaft und Forschung sollen nach den Plänen der Hamburger Wirtschaftslobby verstärkt dem Profitinteresse der Unternehmen unterworfen werden. Gefordert wird, "Forschungs- und Wirtschaftsförderung zu koordinieren" und "verstärkt Anreize zur Kooperation Wirtschaft/Wissenschaft zu setzen". Bei der Lenkung der Forschungsinhalte, zum Beispiel über <strong><em>Drittmittel</em></strong>, soll die "Mittelvergabe an Zielen orientiert" werden. Dazu soll die "<strong><em>mentale Einheit von Wissenschaftlern und Kaufleuten</em></strong> hergestellt" werden. Ziel ist ein maximaler <strong><em>Technologietransfer</em></strong>, das heißt, die Bereitstellung technologischen Wissens zugunsten der Unternehmen. Vorbild ist die Technische Universität München (TUM), - gerühmt als "Die unternehmerische Universität". "Die TUM sieht sich als Basis der wirtschaftlichen Wertschöpfungskette. Sie strebt an, Studenten für die Bedürfnisse der Wirtschaft auszubilden. Dafür passt sie die Studieninhalte fortlaufend an neue Erfordernisse an". Um die unternehmensorientierte Ausrichtung Hamburger Hochschulen zu befördern, schlägt die Handelskammer vor, den "Hochschulen (wirtschaftliche) Handlungsfreiheit einzuräumen", an ihnen eine "betriebswirtschaftliche Leitung zu installieren" und entsprechend eine "Anpassung der Hochschulgesetze" vorzunehmen. Darüber hinaus sollen "drei <strong><em>Fraunhofer-Institute</em></strong> und zusätzliche Forschungszentren", die anwendungsorientierte Forschung zum unmittelbaren Nutzen für Unternehmen bereitstellen, aus öffentliche Mitteln eingerichtet werden. Hamburg soll dann "bestehende Forschungseinrichtungen und Gewerbeflächen verknüpfen und die Stadt so mit einem Netz von <strong><em>Technologieparks</em></strong> überziehen." Ziel ist ein "<strong><em>Technologietransfer vom Fließband</em></strong>". <br />
<br />
<h3><strong>Zugriff auf den öffentlichen Raum</strong><br /></h3></p>

<p>Die von der Handelskammer Hamburg seit Jahren vorangetriebene Teilprivatisierung und "Reinigung" des öffentlichen Raums von natürlicher Vegetation und unerwünschten Personen durch Kampagnen wie "<strong><em>Hamburg macht Grün</em></strong>" und <strong><em>Business Improvement Districts (BID)</em></strong> soll nach den Vorstellungen der Wirtschaftslobby noch erheblich verstärkt werden. Ein BID ist ein Bereich, in dem die Kommune ihrer am Gemeinwohl ausgerichteten Daseinsvorsorge im öffentlichen Raum nicht mehr nachkommt, sondern diesen Bereich Grundeigentümern an Hand gibt, die ihn zum eigenen Vorteil nach ihren privaten Interessen gestalten und mit sonst öffentlichen Stellen vorbehaltenen Vollmachten kontrollieren können. Auf Betreiben der Handelskammer gibt es in Hamburg bereits acht BIDs, so dass "Hamburg die BID-Hochburg in Deutschland" ist, wie die Agenda 2030 stolz berichtet. Nach den nun vorgestellten Plänen der Handelskammer "sollte der BID-Gedanke auf Gewerbegebiete und Technologieparks ausgeweitet werden." Ein Großteil des öffentlichen Raums in Hamburg wäre dann bald mit einem Netz von profitorientierten <strong><em>Business Improvement Parks (BIP)</em></strong> überzogen, in denen Gesichtspunkte des Gemeinwohls und des Naturschutzes keine nennenswerte Rolle mehr spielen würden.<br />
<br />
<h3><strong>Zugriff auf städtische Flächen</strong> <br /></h3></p>

<p>Angetrieben durch die Handelskammer Hamburg und unter dem Schlagwort "Wachsende Stadt" hat in den vergangenen neun Jahren unter CDU-Regie die Bebauung und Versiegelung von Grün- und Freiflächen in Hamburg ein nie da gewesenes Ausmaß erreicht. Nach der gerade vorgelegten Agenda 2030 der Wirtschaftslobby soll der Flächenverbrauch nun noch einmal drastisch gesteigert werden. Die Vergabe von Gewerbeflächen pro Jahr soll von jetzt 25 Hektar auf 75 Hektar im Jahr 2030 verdreifacht werden. Auch für den Wohnungsbau ist ein jährlicher Flächenverbrauch von 75 Hektar geplant, - insgesamt also 1.500 Hektar, davon 1.000 Hektar in 21 neuen Wohngebieten. Dass es sich dabei überwiegend nicht um Wohnraum für Menschen mit normalem und geringen Einkommen handelt, ergibt sich aus der Zielvorstellung der Handelskammer für das Jahre 2030: "<strong><em>... die Wohneigentumsquote liegt bei über 50 Prozent</em></strong>" ( - derzeit beträgt die Wohneigentumsquote nur etwa 22 Prozent!). Demnach zielt der Wohnungsneubau vornehmlich auf Menschen mit höherem Einkommen, - die weitere <strong><em>Gentrifizierung</em></strong> Hamburgs ist bereits eingeplant, einkommensschwächere Einwohner werden aus der Stadt verdrängt. <br />
Die Agenda 2030 bleibt die Antwort schuldig, auf welchen (Grün-)Flächen Hamburgs die 21 neuen Wohngebiete entstehen sollen. Demgegenüber macht die Handelskammer (auf den Seiten 108-109, 167-173) unter der Überschrift <strong><em>Gewerbeflächenentwicklungsprogramm 2030</em></strong> detaillierte "Vorschläge für die Entwicklung neuer Gewerbeflächen in Hamburg" auf einer Gesamtfläche von 572 Hektar, verteilt auf <a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/sn/HKHH_110131_GewerbeflEntwicklProgr2030.pdf">17 Einzelflächen</a> (die Lage der restlichen geplanten Gewerbeflächen  - zusammen 128 Hektar -  wird nicht angegeben). Etwa 154 ha der vorgeschlagenen Flächen werden von Kleingärtnern, etwa 284 ha werden landwirtschaftlich genutzt; 290 ha sind als Landschaftsschutzgebiete ausgewiesen und meist von hohem ökologischen Wert. Weitere schutzwürdige Biotopflächen sind von der Zerstörung bedroht, werden von der Handelskammer jedoch verschwiegen. Denn die in Anspruch genommenen Landwirtschafts- und Kleingartenflächen sollen "möglichst einvernehmlich ... auf Grundstücke am Stadtrand" verlagert werden. Damit würden noch einmal 438 ha bisher meist naturbelassener Flächen verbraucht. Die Handelskammer schreibt zu den geplanten Gewerbeflächen (S. 167): "Diese Flächen sind überwiegend noch nicht im gültigen Flächennutzungsplan als Siedlungsflächen ausgewiesen; sie sind Ergebnis eines <strong><em>strukturierten  Flächensuchprogramms der Handelskammer Hamburg</em></strong>. ... Die Entwicklung der benannten Flächen bedarf eines sehr entschlossenen Handelns von Politik und Verwaltung. Dabei ist zu berücksichtigen, dass Flächenentwicklungen immer auch einen Eingriff in bestehende Situationen bedeuten. Es liegt daher in der Natur der Sache, dass dagegen zahlreiche Bedenken erhoben werden. Als vorteilhaft könnte sich daher die <strong><em>Wahrnehmung der Planungshoheit durch den Senat</em></strong> im Rahmen eines Gewerbeflächenentwicklungsprogramms erweisen ...". Demnach schlägt die Handelskammer vor, den Bezirken die Planungshoheit in der Sache entziehen, um so die Umwandlung der grünen, ökologisch vielfach wertvollen, unversiegelten Flächen in Gewerbeflächen zügig auf Senatsebene und ohne die Möglichkeit von Bürgerbegehren durchzusetzen.<br />
<br />
<h3><strong>Ablehnung des mündigen Bürgers</strong><br /></h3></p>

<p>Während die Hamburger Wirtschaftslobby, die Handelskammer, ihr profitorientiertes Partikularinteresse als "Gemeinwohl" darzustellen versucht, steht der mündige Bürger, der die Werbesprüche der Lobby und ihrer Politiker durchschaut, bei der Handelskammer unter Generalverdacht. Direkte Demokratie ist für die Handelskammer "ineffizient und handlungsunfähig, weil Entscheidungsprozesse zu lange dauern und mit den hohen Kosten eines Volksentscheides einhergehen." Dass Bürgerinitiativen sich für das Gemeinwohl einsetzen, kommt in der Agenda 2030 der Wirtschaftslobby nicht vor. Das mit ihren Zielen nicht konforme Bürgerengagement wird durchwegs als "Partikularinteresse", als "gesellschaftlicher Egoismus" und als "zunehmende Individualisierung" abgewertet. Auch wird in Frage gestellt, dass "Bürger angesichts von Informationsdefiziten die Folgen von Entscheidungen und Maßnahmen im Einzelnen immer ausreichend beurteilen können" (-  als wenn Politiker dies besser könnten). Im sogenannten "Nullszenario", das dem "Wunschszenario" im Handelskammer-Papier gegenübergestellt ist, wird ein veritables Schreckensbild zur Verteufelung der Bürgerpartizipation entworfen: "Gewinnen Partikularinteressen die Oberhand, droht eine 'institutionelle Sklerose', die langfristig zum wirtschaftlichen Niedergang führt." In der schönen neuen Welt der Handelskammer herrscht "gesellschaftsübergreifender Schulterschlusses". Und "die Hamburgische Bürgerschaft ist sich bei zentralen Themen einig". Dass die offene Austragung gegensätzlicher Auffassungen konstitutiver Bestandteil einer lebendigen Demokratie ist, passt nicht in das Weltbild der Wirtschaftslobby. Und sie hat auch schon ein Rezept gegen Bürgerbegehren, die sich gegen die restlose Privatisierung und Zerstörung öffentlicher Güter in Hamburg zur Wehr setzen: das <strong><em>Konstruktive Bürgerbegehren</em></strong>. Wie auf Seite 106 des Handelskammer-Papiers nachzulesen, sind nicht die Bürger, sondern "Politik, Wirtschaft und Handelskammer" für solche wirtschaftsorientierten "Bürger"begehren verantwortlich.<br />
<br />
<h3><strong>Schwächung der Hamburgischen Verwaltung</strong><br /></h3></p>

<p>Ein weiterer Gegner, über den die Handelskammer in ihrem "Zukunfts-Wunschbild" wenig Gutes zu berichten weiß, ist die Hamburgische Verwaltung. Die Notwendigkeit der staatlichen Kontrolle durch Verordnungen und Genehmigungsverfahren wird als "Bürokratiebelastung" beklagt, die es zu "senken" gelte. Eine Beschleunigung der Genehmigungsprozesse soll paradoxerweise durch "Verschlankung" der Verwaltung, durch "<strong><em>Reduktion des Personalbestands</em></strong>" erreicht werden. Was damit wirklich gemeint ist, ergibt sich aus einer weiteren Forderung: "Genehmigungen werden automatisch erteilt – soweit nicht in festgelegter Frist widersprochen wird." Besonders im Umweltbereich will die Handelskammer staatliche Kontrollen reduzieren und auf "freiwillige Selbstverpflichtung statt Regulierung setzen". Insgesamt möchte die Wirtschaftslobby statt staatlicher Verwaltung "mehr Selbstverwaltung durchsetzen" und die "Anzahl der den Kammern übertragenen hoheitlichen Aufgaben" erhöhen. Auch hier ist das <a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/sn/Vilmer-Thesen7_2006_Staatliche-Verwaltung-in-Natur-und-Umweltschutz.pdf">Bestreben der Wirtschaftslobby erkennbar, sich weitestgehend einer gesellschaftlichen Kontrolle zu entziehen</a> und ihre Machtposition auf Kosten der demokratisch legitimierten Instanzen auszubauen.<br />
<br />
<h3><strong>Zugriff auf öffentliche Daten</strong><br /></h3></p>

<p>Auch staatlich erhobene Daten über die Einwohner, Einrichtungen und Vorgänge in Hamburg will sich die Wirtschaftlobby zur profitorientierten Nutzung sichern. Dazu heißt es in der Agenda 2030 der Handelskammer unter anderem: "Private Internetsuchmaschinen und soziale Netzwerke sammeln vielfältige Daten über Orte, Nutzer und viele weitere Informationen, um künftig de facto als monopolistischer Anbieter diese Daten kommerziell zu verwerten. ... Daten mit Hamburg-Bezug erhebt die Stadt bereits heute regelmäßig. ... Sie könnte diese in eigener Regie ... zur Schaffung eines effizienten und wettbewerbsintensiven Marktes allen interessierten Unternehmen zugänglich machen ('<strong><em>Hamburg Open Data</em></strong>')." Unbeantwortet bleibt die Frage, inwieweit das begehrte, staatlich erhobene Datenmaterial über Hamburger Bürger und ihre Aktivitäten möglicherweise auch für andere, etwa politische Zwecke missbraucht werden könnte.<br />
<br />
<h3><strong>FAZIT</strong><br /></h3></p>

<p>Die Hamburger Wirtschaftslobby in Gestalt der Handelskammer hat mit der programmatischen Schrift <strong><em>Hamburg 2030</em></strong> ein Handlungskonzept für die nächsten zwanzig Jahre vorgelegt, in dem sie einen umfassenden Zugriff der Hamburger Wirtschaft auf politische Entscheidungen, öffentliche Ressourcen und das gesellschaftliche Leben in Hamburg plant. Das Handlungskonzept erklärt und begründet das Bestreben des Präses der Handelskammer, Frank Horch, ein zentrales politisches Amt in Hamburg zu übernehmen. <br />
<br />
Unter Naturschützern in Hamburg muss dies Besorgnis auslösen, war die Handelskammer in den letzten neun Jahren doch die treibende Kraft bei der weitgehenden Zerschlagung des Naturschutzes in der Hamburger Verwaltung, bei der Zerstörung großer Teile der Stadtnatur und bei der Durchsetzung eines immensen Flächenverbrauchs in Hamburg. Die Zerstörung zahlreicher weiterer wertvoller Biotope und Landschaften wird in der Agenda 2030 der Handelskammer angekündigt, ebenso wie die Absicht, diese Maßnahmen zentralistisch unter Ausschaltung direktdemokratischer Optionen der Hamburger Bürger durchzusetzen.<br />
<br />
<h3><strong>Der gehorchte Scholz</strong><br /></h3></p>

<p>Es ist davon auszugehen, dass der Spitzenkandidat der SPD, Olaf Scholz, die Pläne seines Verbündeten Horch seit Monaten kennt und gutheißt. So hat Scholz seit November 2010 damit begonnen, die Politik der Hamburger SPD an Vorgaben der Handelskammer und ihres Präses auszurichten:<br />
<br />
-   Ende November 2010 starteten die SPD-Politiker Michael Sachs, Andy Grote und Dr. Torsten Sevecke, gemeinsam u.a. mit Jan-Oliver Siebrand von der Handelskammer, im Hamburger Abendblatt eine <strong><em>Kampagne gegen den Naturschutz und gegen Bürgerbegehren</em></strong> in Hamburg, durch die angeblich der Wohnungsbau behindert werde. Der Naturschutz-Gegner Sachs soll laut Abendblatt im Falle einer absoluten Mehrheit der SPD Senator für Stadtentwicklung und Umwelt werden und damit Chef der dortigen Naturschutz-Abteilung.<br />
<br />
-   Anfang Dezember 2010 hielt die SPD ihren Parteitag in der Handelskammer (!) ab. Gleichzeitig erklärte Scholz kategorisch, eine <strong><em>Koalition mit der Linkspartei sei ausgeschlossen</em></strong>, und erfüllte damit aller Wahrscheinlichkeit nach eine der Vorbedingungen Horchs.<br />
<br />
-   Am 13. Januar 2011 präsentierte Olaf Scholz den Präses der Handelskammer, Frank Horch, als designierten Wirtschaftssenator eines SPD-geführten Senats. Beide erklärten, sie seien zu 95-98% politisch einer Meinung. Scholz legte sich, ebenso wie Horch  - ohne Rücksicht auf die GAL als möglichem Koalitionspartner -  auf eine <strong><em>Vertiefung der Fahrrinne der Unterelbe</em></strong> fest,  - ein zentrales Ziel der Handelskammer-Agenda 2030.<br />
<br />
-   Auf dem Wahlparteitag der SPD am 15.1.2011 präsentierte Olaf Scholz zwei weitere Unternehmer, darunter den Reeder Erck Rickmers, als SPD-Kandidaten. Er erfüllte damit eine weitere, zentrale Forderung der Handelskammer, mehr <strong><em>Unternehmer in politische Ämter</em></strong> und in die Hamburger Bürgerschaft zu bringen.<br />
<br />
Zu beobachten war also ein sukzessives "Abarbeiten" von Handelskammer-Forderungen durch den SPD-Spitzenkandidaten Olaf Scholz. <br />
<br />
<h3><strong><a href="http://www.welt.de/print/die_welt/wirtschaft/article12668047/Wirtschaftsbehoerde-wird-Mammutressort.html?print=true">Die Rechnung nach der Wahl</a></strong><a class='serendipity_image_link' href='http://www.isebek-initiative.de/uploads/sn/Die-Elefantenmacher.jpg' target="_blank"><!-- s9ymdb:530 --><img class="serendipity_image_right" width="75" height="110" style="float: right; border: 0px; padding-left: 5px; padding-right: 5px;" src="http://www.isebek-initiative.de/uploads/sn/Die-Elefantenmacher.serendipityThumb.jpg" alt="" /></a><br /></h3></p>

<p>Schon zwei Stunden nach dem "gehorchten" Wahlsieg des Olaf Scholz präsentierte die Handelskammer Hamburg ihre Rechnung und forderte weitere Kompetenzen für ihren ehemaligen Präses Frank Horch als künftigem Wirtschaftssenator in Hamburg:<br />
"Um die wirtschaftspolitische Schlagkraft am Standort Hamburg zu erhöhen, sollten die Bereiche <strong><em>Verkehr, Energie, Medien, IT und Technologie</em></strong> in den Kompetenzbereich der Behörde für Wirtschaft und Arbeit überführt werden", heißt es im Gratulationsschreiben der Wirtschaftslobby.<br />
<br />
Der neue "Energie-Senator" wäre dann <a href="http://www.taz.de/1/nord/hamburg/artikel/1/die-absolute-sollbruchstelle/">ein Befürworter der Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken und ein Gegner der Rekommunalisierung der Energienetze in Hamburg</a>, heißt es doch auf Seite 99 der von Horch unterschriebenen Handelskammer-Agenda 2030: "Rekommunalisierungstendenzen halten an, ohne dass ihr Nutzen erwiesen ist".<br />
<br />
<br />
Die Ergebnisse der Bürgerschafts-Wahl und ihre Folgen für den Naturschutz in Hamburg stehen auch auf der Tagesordnung der<br />
<h3><strong><a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/sn/ProStadtnatur-mit-Mauerseglern_eM-Tel.pdf">PROJEKTGRUPPE STADTNATUR</a><a class='serendipity_image_link' href='http://www.isebek-initiative.de/uploads/sn/ProStadtnatur_Logo1.jpg' target="_blank"><!-- s9ymdb:515 --><img class="serendipity_image_right" width="110" height="36" style="float: right; border: 0px; padding-left: 5px; padding-right: 5px;" src="http://www.isebek-initiative.de/uploads/sn/ProStadtnatur_Logo1.serendipityThumb.jpg" alt="" /></a><br /></h3></p>

<h3>Mittwoch, 13. April 2011 um 19 Uhr<br /></h3>

<p>im Seminarraum (Souterrain) des <br />
<h3><a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/sn/Lageplan-Buergertreff_Projektgruppe-Stadtnatur1.pdf">BÜRGERTREFFS ALTONA-NORD</a><br /></h3></p>

<p>Gefionstraße 3 in 22769 Hamburg<br />
zwischen Alsenplatz und S-Bhf Holstenstraße<br />
gleich hinter der Neuen Flora (Bus 20 und 3)</strong>. <br />
<br />
Weitere Informationen und Weblinks zum <a href="http://www.isebek-initiative.de/archives/21-Pro-StadtNatur.html">Projekt StadtNatur Hamburg</a> finden sich auf den <a href="http://www.isebek-initiative.de/Stadtnatur.html"><strong>Themenseiten zur STADTNATUR ►►►</strong></a> <br />
<br />
Schriften, Fotos und aktuelle Beobachtungen zur biologischen Vielfalt am Isebekkanal in Hamburg-Eimsbüttel stehen auf der Seite <a href="http://www.isebek-initiative.de/NaturIsebek.html"><strong>Natur am Isebek</strong> ►►►</a><br />
<br />
<br />
<em><a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/dokumente/background/Vogelgesang.mp3">ISEBEK-INITIATIVE</a> zum <a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/dokumente/background/Ufergehoelzsaum_Goebenbruecke.pdf">Schutz der Stadtnatur in Hamburg</a> – im <a href="http://www.rechtaufstadt.net/netzwerk/isebek-initiative">Netzwerk Recht auf Stadt</a></em><br />
<br />
<br />
<em><a href="http://www.isebek-initiative.de/spendenkonto.html">Spenden erwünscht</a></em></p>
 
            </div>
        </content>
        
    </entry>
    <entry>
        <link href="http://www.isebek-initiative.de/archives/22-Polizei-plant-Stadt.html" rel="alternate" title="Polizei plant Stadt" />
        <author>
            <name></name>
                    </author>
    
        <published>2010-12-05T14:38:45Z</published>
        <updated>2011-03-14T23:39:22Z</updated>
        <wfw:comment>http://www.isebek-initiative.de/wfwcomment.php?cid=22</wfw:comment>
    
        <slash:comments>0</slash:comments>
        <wfw:commentRss>http://www.isebek-initiative.de/rss.php?version=atom1.0&amp;type=comments&amp;cid=22</wfw:commentRss>
    
    
        <id>http://www.isebek-initiative.de/archives/22-guid.html</id>
        <title type="html">Polizei plant Stadt</title>
        <content type="xhtml" xml:base="http://www.isebek-initiative.de/">
            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                <h2><strong><a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/sn/Manstein-Kahlschlag1.pdf">Naturzerstörung für den Überwachungsstaat?</a> -  <em>Die Polizei als Stadt- und Landschaftsplaner in Hamburg</strong></em><br /></h2>

<p><strong>Die Polizei Hamburg beteiligt sich nach eigenem Bekunden seit mehreren Jahren "strukturiert" und "regelhaft" an der Stadtplanung in Hamburg. Aus kriminalpräventiven Gründen ist sie offenbar an einer Ausräumung von Bäumen, Sträuchern und Hecken aus dem öffentlichen Raum interessiert. Der seit einigen Jahren unbemerkt durchgeführte Einsatz von fliegenden Überwachungs-<em>Drohnen</em> in Hamburg könnte diese Bestrebungen zur "Entlaubung" der Stadt noch verstärken.</strong><br />
<br />
"<strong>Die uniformierte Präsenz in Hamburg wird massiv erhöht</strong>", vereinbarten CDU, Schill-Partei und FDP in ihrem <a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/sn/CDU-PRO-FDP-Koalitionsvertrag-2001.pdf">Koalitionsvertrag 2001</a>, und fassten ergänzend den Beschluss, in Hamburg <strong>"wucherndes Grün zügig zu beseitigen"</strong>. Wenig später legte die Koalition unter der Regie der Schill-Partei ein <a href="http://www.buergerschaft-hh.de/Parldok/tcl/PDDocView.tcl?mode=show&amp;dokid=10620&amp;page=0">Handlungskonzept zur "Verbesserung von Sicherheit und Sauberkeit in der Stadt"</a> vor, das als eines seiner Hauptziele die Beseitigung des "Wildkrauts im Straßenraum" herausstellte und dafür einige Millionen Euro einplante. Dazu sollte das "Straßenbegleitgrün zur wirtschaftlichen Pflege und Kostensenkung" neu gestaltet werden. Verstärkt sollten dafür unqualifizierte Sozialhilfeempfänger und Asylbewerber zum Einsatz kommen.<br />
<br />
Die dann einsetzende, überall zu beobachtende "Säuberung" der Stadt von ihrer natürlichen Vegetation löste vielfach Empörung aus und ist in Presseartikeln und Bürgerschafts-Drucksachen dokumentiert, so etwa in einem Artikel der <a href="http://www.taz.de/dx/2003/11/19/a0232.1/textdruck">Tageszeitung (taz) vom 19.11.2003</a>, wo es hieß:<br />
<br />
"Weil sich der Senat die Verbesserung der Sicherheit und Sauberkeit der Stadt vorgenommen hat, <strong>roden die Bezirke vielerorts das Buschwerk an Straßenrändern</strong>. Als die GAL Nord entsprechende Pläne zu sehen bekam, reagierte sie schockiert. 'Mit der Rodung würden wir weitere biologisch wertvolle Kleinflächen verlieren' ...".<br />
<br />
In einem <a href="http://www.buergerschaft-hh.de/Parldok/tcl/PDDocView.tcl?mode=show&amp;dokid=12605&amp;page=0">Antrag zum Haushaltsplan-Entwurf 2004</a>  geißelte die SPD-Bürgerschaftsfraktion am 8.12.2003 scharf den Hamburger Senat wegen seiner<br />
<br />
"Politik, <strong>Büsche und Bäume an Straßenrändern rauszureißen und keine Straßenbäume mehr nachpflanzen zu lassen</strong> ... Gleichzeitig wird den Bezirken in einer Globalrichtlinie der <strong>Kahlschlag am Straßenbegleitgrün und Aussaat von Rasen diktiert</strong>".<br />
<br />
Inwieweit die Polizei Hamburg unter Innensenator Schill bereits zu diesem Zeitpunkt an der Planung zur Beseitigung großer Teile der Vegetation im öffentlichen Raum Hamburgs beteiligt war, ist derzeit noch nicht bekannt. Einem aufschlussreichen Artikel des Landeskriminalamtes im Hamburger <a href="http://www.hamburg.de/contentblob/2284856/data/polizeibericht-2009-do.pdf">Polizeibericht 2009</a> lässt sich indes auf den Seiten 88 - 93 entnehmen, dass die <strong>Polizei Hamburg</strong> spätestens seit 2005 Aktivitäten entwickelte, ihr "<strong>spezielles Fachwissen ... verstärkt und strukturiert in die stadtplanerische Arbeit ein[zu]bringen</strong>". <br />
<br />
Am 17. November 2005 veranstaltete die Polizei Hamburg zusammen mit der <a href="http://www.hamburg.de/sicherheitskonferenz-altona/74684/start-sicherheitskonferenz.html">Sicherheitskonferenz Altona</a> und der Stadterneuerungs- und Stadtentwicklungsgesellschaft (STEG) in Hamburg-Bahrenfeld eine Tagung zum Thema <a href="http://www.hamburg.de/contentblob/1751440/data/stadterneuerung-broschuerenuebersicht.pdf"><strong>Kriminalprävention für die "Wachsende Stadt"</strong></a>. <br />
<br />
Eine anschließend im Landeskriminalamt eingerichtete Arbeitsgruppe erstellte daraufhin eine "<strong>Fachanweisung für die Implementierung einer Verkehrlichen und Städtebaulichen (Kriminal-)Prävention bei der Polizei Hamburg</strong>", die im September 2008 vom Polizeipräsidenten Werner Jantosch in Kraft gesetzt wurde.<br />
<br />
Aus dieser Arbeitsgruppe stammt offenbar der erwähnte, von zwei LKA-Mitarbeitern verfasste Beitrag "Sichere Stadtgestaltung - Kriminalprävention" im Hamburger <a href="http://www.hamburg.de/contentblob/2284856/data/polizeibericht-2009-do.pdf">Polizeibericht 2009</a>, Seite 88 - 93. In ihm wird deutlich, dass ein Großteil der kriminalpräventiv-stadtplanerischen Absichten der Polizei gegen die Vegetation in der Stadt gerichtet ist. Denn: "<strong>Bäume, Büsche und Hecken bieten sich als ideale Versteckmöglichkeiten an</strong> ...". Begrünungen sollten "mit einem Sicherheitsabstand von zwei Metern zum Wegesrand gesetzt werden". Und es sollten auch "ausreichend gute <strong>Sichtmöglichkeiten für 'wachsame Nachbarn'</strong> vorhanden sein".<br />
<br />
Aus polizeilicher Sicht ist die Stadtvegetation offenbar ein Sicherheitsrisiko. Vielleicht erklärt sich so, dass  - unter dem irreführenden Werbeslogan "Qualitätsoffensive Freiraum" -  die öffentlichen <a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/sn/Sergel_2010_Gruenflaechen-Hamburg-Mitte.pdf">Grünflächen in Hamburg immer durchsichtiger und vegetationsärmer</a> werden, um <a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/sn/Sergel_2010_Gefaellte-Baeume-zurueckgeschnitten.pdf">Sichtachsen – Auflichtungen – Sichtbeziehungen</a>, und damit die Voraussetzungen für eine flächendeckende soziale und staatliche Kontrolle des öffentlichen Raums zu schaffen.<br />
<br />
Nach Informationen, die der ISEBEK-INITIATIVE vorliegen, werden seit mindestens zweieinhalb Jahren  - von der Öffentlichkeit nicht wahrgenommen -  <strong>Überwachungsfluggeräte (<em>Drohnen</em>) zur Observierung von Menschenansammlungen in Hamburg</strong> eingesetzt. Das Interesse der Überwacher dürfte verstärkt darauf ausgerichtet sein, sichtverdeckende Bäume, Büsche und Hecken nach Möglichkeit abzuholzen.<br />
<br />
Die nach eigenem Bekunden <strong>"strukturierte" und "regelhafte" Einflussnahme der Polizei auf die Stadt- und Landschaftsplanung in Hamburg</strong> findet anscheinend <strong>unter Ausschluss der demokratischen Öffentlichkeit</strong> statt. Unklar ist, ob denn die nach der Verfassung als Exekutivorgan des Staates eingerichtete Polizei überhaupt als selbständiger politischer Akteur auftreten darf, um ihre auf Kontrolle des öffentlichen Raums ausgerichteten Interessen in politischen Abstimmungsverfahren verdeckt durchzusetzen. <br />
<br />
<strong>Die Polizei verliert damit auch ihre politische Neutralität</strong> bei der Ausübung ihrer wichtigsten Aufgabe: rechtswidrige Handlungen zu unterbinden. So sind in letzter Zeit wiederholt Fälle bekannt geworden, in denen die <a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/sn/vonProndzinski_2010_Biotope-weichen-Umweltbehoerde.pdf">Polizei bei Naturschutzdelikten</a>, in denen es um die illegale Beseitigung von Vegetation im öffentlichen Raum ging, nicht pflichtgemäß eingeschritten ist,  - möglicherweise ein Indiz für ihr parteiliches Verhalten.<br />
<br />
Mit diesen und anderen Fragen des Naturschutzes in Hamburg befasst sich die <br />
<h3><strong><a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/sn/ProStadtnatur-mit-Mauerseglern_eM-Tel.pdf">PROJEKTGRUPPE STADTNATUR</a><a class='serendipity_image_link' href='http://www.isebek-initiative.de/uploads/sn/ProStadtnatur_Logo1.jpg' target="_blank"><!-- s9ymdb:515 --><img class="serendipity_image_right" width="110" height="36" style="float: right; border: 0px; padding-left: 5px; padding-right: 5px;" src="http://www.isebek-initiative.de/uploads/sn/ProStadtnatur_Logo1.serendipityThumb.jpg" alt="" /></a><br /></h3></p>

<h3>Mittwoch, 13. April 2011 um 19 Uhr<br /></h3>

<p>im Seminarraum (Souterrain) des <br />
<h3><a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/sn/Lageplan-Buergertreff_Projektgruppe-Stadtnatur1.pdf">BÜRGERTREFFS ALTONA-NORD</a><br /></h3></p>

<p>Gefionstraße 3 in 22769 Hamburg<br />
zwischen Alsenplatz und S-Bhf Holstenstraße<br />
gleich hinter der Neuen Flora (Bus 20 und 3)</strong>. <br />
<br />
Weitere Informationen und Weblinks zum <a href="http://www.isebek-initiative.de/archives/21-Pro-StadtNatur.html">Projekt StadtNatur Hamburg</a> finden sich auf den <a href="http://www.isebek-initiative.de/Stadtnatur.html"><strong>Themenseiten zur STADTNATUR ►►►</strong></a> <br />
<br />
Schriften, Fotos und aktuelle Beobachtungen zur biologischen Vielfalt am Isebekkanal in Hamburg-Eimsbüttel stehen auf der Seite <a href="http://www.isebek-initiative.de/NaturIsebek.html"><strong>Natur am Isebek</strong> ►►►</a><br />
<br />
<br />
<em><a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/dokumente/background/Vogelgesang.mp3">ISEBEK-INITIATIVE</a> zum <a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/dokumente/background/Ufergehoelzsaum_Goebenbruecke.pdf">Schutz der Stadtnatur in Hamburg</a> – im <a href="http://www.rechtaufstadt.net/netzwerk/isebek-initiative">Netzwerk Recht auf Stadt</a></em><br />
<br />
<br />
<em><a href="http://www.isebek-initiative.de/spendenkonto.html">Spenden erwünscht</a></em></p>
 
            </div>
        </content>
        
    </entry>
    <entry>
        <link href="http://www.isebek-initiative.de/archives/21-Pro-StadtNatur.html" rel="alternate" title="Pro StadtNatur" />
        <author>
            <name></name>
                    </author>
    
        <published>2010-11-28T16:37:41Z</published>
        <updated>2010-11-29T14:25:35Z</updated>
        <wfw:comment>http://www.isebek-initiative.de/wfwcomment.php?cid=21</wfw:comment>
    
        <slash:comments>0</slash:comments>
        <wfw:commentRss>http://www.isebek-initiative.de/rss.php?version=atom1.0&amp;type=comments&amp;cid=21</wfw:commentRss>
    
    
        <id>http://www.isebek-initiative.de/archives/21-guid.html</id>
        <title type="html">Pro StadtNatur</title>
        <content type="xhtml" xml:base="http://www.isebek-initiative.de/">
            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                <h1><strong>Projekt StadtNatur</strong><br /></h1>

<p><strong>Mit einer PROJEKTGRUPPE STADTNATUR organisiert die ISEBEK-INITIATIVE derzeit den demokratischen Widerstand gegen die in Hamburg seit Jahren andauernde Zerstörung der natürlichen Vegetation und die damit einhergehende Auslöschung zahlreicher Pflanzen- und Tierarten. Sie wendet sich damit auch gegen die zunehmende ökologische Entwertung des öffentlichen Raums in Hamburg, - zum Schaden der Gesundheit und Lebensqualität der Bürger.</strong><br />
<br />
Hamburg treibt Raubbau mit seiner Natur. Der Verbrauch von Grün- und Freiflächen in Hamburg hat sich im letzten Jahrzehnt verdoppelt. Jährlich wird im Mittel die zweifache Fläche der Außenalster bebaut und versiegelt. In jedem Jahr verliert Hamburg mehrere tausend Bäume, die ersatzlos gefällt werden. <br />
<br />
Seitdem die Schill-CDU-FDP-Koalition 2001 beschloss, in Hamburg "wucherndes Grün zügig zu beseitigen", sind große Teile der natürlichen Strauch- und Krautvegetation öffentlicher Grünflächen systematisch ausgeräumt worden. Diese Politik der Naturzerstörung wurde seit 2008 unter GAL-Beteiligung fortgesetzt, so bei den monströsen Abholzungen und Biotopzerstörungen auf der Elbinsel Wilhelmsburg. "Ein-Euro-Jobber" werden weiterhin unter Androhung von Sanktionen dazu angehalten, heimische Wildkräuter und -sträucher im öffentlichen Raum zu beseitigen, darunter auch geschützte Arten.<br />
<br />
Dabei sind 14 % der Hamburger Pflanzenarten bereits ausgestorben. Mehr als die Hälfte der verbliebenen Arten sind gefährdet oder vom Aussterben bedroht. Mit jeder vernichteten Pflanzenart verlieren etwa zehn wirbellose Tierarten ihre Lebensgrundlage. Viele stadtbewohnende Wirbeltiere, wie Vögel und Fledermäuse, werden so ihrer Nahrungsquelle und ihres Lebensraums beraubt. Bei anhaltender Klimaerwärmung droht eine Stadt mit immer weniger Grün zur tödlichen Hitzefalle zu werden. Gesundheit und Lebensqualität der Menschen stehen auf dem Spiel.<br />
<br />
Bei einer Podiumsdiskussion mit dem Titel "Stadtnatur willkommen!" am 23. November 2010, an der führende Fachexperten aller Bereiche der Hamburger Stadtnaturforschung teilnahmen, vereinbarten zahlreiche Anwesende, eine "Projektgruppe Stadtnatur" ins Leben zu rufen, die dazu beitragen soll, einen Politikwechsel im Umgang mit der Natur in Hamburg herbeizuführen. <br />
<br />
Angesichts der massiven Irreführung der Öffentlichkeit durch Marketing-Kampagnen wie "Umwelthauptstadt / Green Capital Hamburg" soll die Projektgruppe die Bevölkerung über das wahre Ausmaß der Naturzerstörungen in Hamburg informieren und Strategien dafür entwickeln, wie der massive Natur- und Flächenverbrauch mit demokratischen Mitteln gestoppt werden kann. Dazu wird sich die Gruppe auch gezielt in den bevorstehenden Bürgerschaftswahlkampf einmischen.<br />
<br />
Alle, die nicht klaglos zusehen mögen, wie Hamburgs erhaltenswerte Natur immer mehr dem besitzergreifenden Gewinnstreben der Immobilienwirtschaft, der Naturferne vieler Stadt- und Landschaftsplaner und dem übertriebenen Reinlichkeitsdrang einiger Lokalpolitiker geopfert wird, sind eingeladen, sich aktiv an der Arbeit der Projektgruppe Stadtnatur zu beteiligen.<br />
<br />
<strong>Die Projektgruppe Stadtnatur trifft sich erstmals am <br />
<br />
8. Dezember 2010 um 19 Uhr <br />
im <a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/sn/Lageplan-Buergertreff1.pdf">Bürgertreff Altona-Nord</a><br />
Gefionstraße 3, 22769 Hamburg</strong><br />
zwischen Alsenplatz und S-Bahnhof Holstenstraße, <br />
gleich hinter der Neuen Flora (Bus 20 und 3)<br />
<br />
Weitere Informationen finden sich auf den <a href="http://www.isebek-initiative.de/Stadtnatur.html">Themenseiten zur STADTNATUR</a>.<br />
<br />
<br />
<em><a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/dokumente/background/Vogelgesang.mp3">ISEBEK-INITIATIVE</a> zum Schutz der Stadtnatur – im Netzwerk <a href="http://www.rechtaufstadt.net/netzwerk/isebek-initiative">Recht auf Stadt</a><br />
</em><br />
<br />
<em><a href="http://www.isebek-initiative.de/spendenkonto.html">Spenden erwünscht</a></em></p>
 
            </div>
        </content>
        
    </entry>
    <entry>
        <link href="http://www.isebek-initiative.de/archives/20-Initiative-zum-Schutz-der-Stadtnatur.html" rel="alternate" title="Initiative zum Schutz der Stadtnatur" />
        <author>
            <name></name>
                    </author>
    
        <published>2010-09-22T19:51:14Z</published>
        <updated>2010-11-29T13:42:56Z</updated>
        <wfw:comment>http://www.isebek-initiative.de/wfwcomment.php?cid=20</wfw:comment>
    
        <slash:comments>0</slash:comments>
        <wfw:commentRss>http://www.isebek-initiative.de/rss.php?version=atom1.0&amp;type=comments&amp;cid=20</wfw:commentRss>
    
    
        <id>http://www.isebek-initiative.de/archives/20-guid.html</id>
        <title type="html">Initiative zum Schutz der Stadtnatur</title>
        <content type="xhtml" xml:base="http://www.isebek-initiative.de/">
            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                <h1><a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/sn/StadtnaturWillkommen_Podiumsdikussion.pdf"><strong>HAMBURG MACHT GRÜN WEG</strong></a><!-- s9ymdb:435 --><img class="serendipity_image_right" width="110" height="43" style="float: right; border: 0px; padding-left: 5px; padding-right: 5px;" src="http://www.isebek-initiative.de/uploads/sn/IYB2010_Logo_English.serendipityThumb.jpg" alt="" /><br /></h1>

<h1><strong><a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/sn/Plakat-zur-Podiumsdiskussion3.pdf">- Genug ist genug!</a></strong><br /></h1>

<p><strong>Die Naturzerstörung in Hamburg durch Grünflächenverbrauch und Ausräumung der Stadtvegetation hat in den letzten Jahren ein Ausmaß erreicht, das viele Bürger nicht mehr hinnehmen mögen. Die große Zustimmung zu Bürgerbegehren, die sich für den Erhalt der Stadtnatur in Hamburg einsetzen, lässt erkennen, dass die ganz überwiegende Mehrheit der Bürger einen Schutz der Stadtnatur vor weiterer Zerstörung befürwortet. Auf einer Podiumsdiskussion am 23. November 2010 um 19 Uhr im Bürgertreff Altona-Nord in der Gefionstraße 3 wollen namhafte Kenner der Hamburger Stadtnatur mit Bürgern darüber beraten, was zu tun ist, damit Hamburg wieder zu einer naturfreundlichen Stadt werden kann.</strong><br />
...............................................................................   <a href="http://www.isebek-initiative.de/Stadtnatur.html"><strong>Zur STADTNATUR ►►►</strong></a><br />
<br />
...................................   <a href="http://www.isebek-initiative.de/lass-wachsen-hamburg.html"><strong>Zur Ausstellung LASS WACHSEN, HAMBURG! ►►►</strong></a><br />
<br />
<strong><a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/sn/Plakat-zur-Podiumsdiskussion3.pdf">Hamburg treibt Raubbau mit seiner Natur</a>.</strong> Im letzten Jahrzehnt ist der Grün- und Freiflächenverbrauch drastisch angestiegen. Unter dem Slogan <a href="http://www.wurmdrin-hamburg.de/site/index.php/hintergruende/flaechenverbrauch/7-cat-flaechenverbrauch/66-albtraum-wachsende-stadt.html"><strong>Wachsende Stadt</strong></a> wird <a href="http://www.zukunftsrat.de/download/studie_flaechennutzung.pdf">jährlich die doppelte Fläche der Außenalster bebaut und versiegelt</a>. Dazu werden die Bezirke jährlich mit Hilfe von <a href="http://www.buergerschaft-hh.de/Parldok/tcl/PDDocView.tcl?mode=show&amp;dokid=26145&amp;page=0"><strong>Zielvereinbarungen</strong></a> verpflichtet, eine vorgegebene Flächenmenge "nachfragegerecht verfügbar zu machen". Belohnt werden sie dafür mit Zahlungen aus einem <a href="http://www.buergerschaft-hh.de/Parldok/tcl/PDDocView.tcl?mode=show&amp;dokid=22169&amp;page=0"><strong>Anreizsystem</strong></a> mit über 5 Millionen Euro im Jahr. <br />
<br />
Unter dem Motto <a href="http://epub.sub.uni-hamburg.de/epub/volltexte/2009/3621/pdf/pdf.pdf"><strong>Qualitätsoffensive Freiraum</strong></a> werden derzeit Tausende von Bäumen in Hamburg ersatzlos gefällt, Sträucher und Wildpflanzen werden flächenhaft entfernt und durch kurzgeschorenen Rasen und langweiliges Plangrün ersetzt. Unter dem Slogan <a href="http://www.gruenpate.de/index.htm"><strong>HAMBURG MACHT GRÜN</strong></a> werden auch Unternehmen und Privatpersonen aufgefordert, sich an der <a href="http://www.gruenpate.de/seiten/katalog_gruenflaechen.xls">Wildkrautbekämpfung</a> auf Hamburgs Grünflächen zu beteiligen und zur Eigenwerbung anschließend ein großes Metallschild mit ihrem Namen vor der "bereinigten" Fläche aufzustellen. <br />
<br />
Als Höhepunkt dieser "Qualitätsoffensive" fand gerade eine von der igs 2013 und der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) organisierte Fachkonferenz <a href="http://www.hamburg.de/pressearchiv-fhh/2482676/2009-08-30-igs2013-staedtisches-gruen.html"><strong>GRÜN - MACHT - GELD</strong></a> statt. Auf ihr wurde vorrangig diskutiert, wie sich das städtische Grün <a href="http://www.verbaende.com/News.php4?m=71414">gewinnbringend für die Immobilenwirtschaft</a> und für den Konkurrenzkampf der Städte um Einwohner einsetzen und "aufwerten" lässt. Ein Landschaftsarchitekt empfahl, das Grün von Städten doch auf zentrale Parks zu beschränken, "statt <strong>grüne Sauce</strong> über die Stadt zu verteilen". Politiker könnten solche Vorschläge dazu nutzen, um die für die Naherholung, für das lokale Stadtklima und für die Biotopvernetzung so wichtigen, wohnungsnahen Grünflächen der <strong>inneren Verdichtung</strong> zu opfern. Die Tagung offenbarte schlaglichtartig den sich abzeichnenden Bruch der Stadtpolitik mit der früheren Tradition Hamburgs im Umgang mit Grünflächen und gewachsener Natur. Aus dieser Sicht vermittelt die derzeitige Eigenwerbung Hamburgs als "<a href="http://www.openpr.de/pdf/465200/Umwelthauptstadt-de-spendet-50-der-Einnahmen-an-den-NABU-Hamburg-und-S-O-F-Save-Our-Future.pdf">Umwelthauptstadt</a> (<a href="http://archiv.mopo.de/archiv/2010/20100915/hamburg/politik/alhaus_ein_mann_sieht_gruen.html"><strong>GREEN CAPITAL</strong></a>) 2011" den Eindruck einer geschickten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Greenwashing"><strong>GREENWASHING</strong></a>-Kampagne, die zugleich der <a href="http://hamburg.business-on.de/hamburg-mipim-europaeische-umwelthauptstadt-immobilienmarkt-standorte-_id24186.html">Vermarktung des "grünen" Immobilienstandorts Hamburg</a> dient. <br />
<br />
<a class='serendipity_image_link' href='http://www.isebek-initiative.de/uploads/sn/BfN_2007_Buche-Begleitheft-Ausstellung-Stadtnatur_mAnm.jpg' target="_blank"><!-- s9ymdb:441 --><img class="serendipity_image_right" width="78" height="110" style="float: right; border: 0px; padding-left: 5px; padding-right: 5px;" src="http://www.isebek-initiative.de/uploads/sn/BfN_2007_Buche-Begleitheft-Ausstellung-Stadtnatur_mAnm.serendipityThumb.jpg" alt="" /></a>Übermäßige Abholzung und Beschneidung von Bäumen, gezielte Ausräumung der bodennahen Vegetation  - Sträucher, Wildkräuter -  und ausgedehnte Versiegelung unversehrter Bodenflächen haben vernichtende Auswirkungen auf die gesamte Lebenswelt Hamburgs. Der biologischen Vielfalt  - <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Biodiversit%C3%A4t">Biodiversität</a> -  wird schwerer Schaden zugefügt. Viele Pflanzen- und Tierarten, Lebensräume und Lebensgemeinschaften verschwinden. Durch drastische Reduzierung der Vegetation und durch Schädigung der natürlichen Bodenfunktionen werden vielen Bodenorganismen und oberirdisch lebenden Kleintieren, unter anderem Insekten, die Lebensgrundlage entzogen. Den in der Nahrungskette folgenden Wirbeltieren, zum Beispiel Vögeln und Fledermäusen, fehlt es dann an Nahrung und Lebensraum. <br />
<br />
Ebenso ist die Lebensqualität der Menschen betroffen, etwa über verstärkte Beeinträchtigungen des städtischen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Naturhaushalt">Naturhaushalts</a> durch Abgase, Feinstaub, Hitze und mangelnde Grundwasserneubildung. Hinzu kommen die psychosozialen Auswirkungen einer Stadt aus Stein und Beton, in der es an Möglichkeiten der Naturbegegnung und der Naherholung im Grünen fehlt.<br />
<br />
<strong>HAMBURG - EINE STADT ÖFFNET SICH DER NATUR</strong>, so überschrieb die Umweltbehörde noch 1988 ihren Jahresbericht. In Zeiten des Klimawandels, in denen eine Stadt ohne Grün zur tödlichen Hitzfalle werden kann, ist der Ruf nach Öffnung der Stadt für die Natur aktueller denn je. Dies ist auch der Leitgedanke der<br />
<br />
<h3><strong>Podiumsdiskussion</strong><br /></h3></p>

<h1><strong><a href="http://www.isebek-initiative.de/HamburgsNatur.html">Stadtnatur willkommen !</a></strong></h1>

<div class="serendipity_imageComment_right" style="width: 110px"><div class="serendipity_imageComment_img"><a class='serendipity_image_link' href='http://www.isebek-initiative.de/uploads/sn/Gefionstrasse_mKr-Lg.jpg' target="_blank"><!-- s9ymdb:479 --><img class="serendipity_image_right" width="110" height="78"  src="http://www.isebek-initiative.de/uploads/sn/Gefionstrasse_mKr-Lg.serendipityThumb.jpg" alt="" /></a></div><div class="serendipity_imageComment_txt">Bürgertreff Altona-Nord</div></div>

<p><br />
<strong>am 23. November 2010 um 19 Uhr<br />
im <a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/sn/Lageplan-Buergertreff.pdf">Bürgertreff Altona-Nord</a>, - Großer Saal –<br />
Gefionstraße 3 in 22769 Hamburg</strong><br />
<br />
Kenner der Hamburger Stadtnatur wollen die Situation aus der Sicht ihrer Fachgebiete beleuchten und mit Bürgern darüber beraten, wie Hamburg wieder zu einer naturfreundlichen Stadt werden kann:<br />
<br />
<strong>•      Dr. Hans-Helmut Poppendieck:  <em>PFLANZEN</em><br />
•      Prof. Dr. Günter Miehlich:  <em>BÖDEN</em><br />
•      Frank Röbbelen: <em> INSEKTEN</em><br />
•      Günther Helm:  <em>VÖGEL</em><br />
•      Werner Smolnik:  <em>FLEDERMÄUSE und andere Kleinsäugetiere</em><br />
•      Dipl.-Biol. Rudolf Sergel, PhD:  <em>NATURHAUSHALT und LEBENSQUALITÄT</em></strong><br />
<br />
Alle, denen die Stadtnatur in Hamburg am Herzen liegt, sind eingeladen, sich an der Vorbereitung der Podiumsdiskussion durch Bereitstellung von Informationen und mit eigenen Diskussionsbeiträgen zu beteiligen (eMails an <a href="mailto:isebek@arcor.de">isebek@arcor.de</a>). Auf der Seite <a href="http://www.isebek-initiative.de/stadtnatur.html">STADTNATUR</a> dieser Website sollen während der nächsten Wochen Informationen und Diskussionsbeiträge zur Stadtnatur und ihrem Schutz zum Download bereitgestellt werden. Wir freuen uns auf eine lebhafte Diskussion und auf weiterführende Ideen.<br />
<br />
<br />
<a href="http://www.isebek-initiative.de/Stadtnatur.html"><strong>Zur STADTNATUR ►►►</strong></a><br />
<br />
<br />
<!-- s9ymdb:435 --><img class="serendipity_image_right" width="110" height="43" style="float: right; border: 0px; padding-left: 5px; padding-right: 5px;" src="http://www.isebek-initiative.de/uploads/sn/IYB2010_Logo_English.serendipityThumb.jpg" alt="" /><br />
<strong>Beitrag zum <a href="http://www.bfn.de/0304_ijb.html">Internationalen Jahr der Biologischen Vielfalt 2010</a><br />
</strong><br />
<br />
<br />
<em><a href="http://www.isebek-initiative.de/uploads/dokumente/background/Vogelgesang.mp3">ISEBEK-INITIATIVE</a> zum Schutz der Stadtnatur – im Netzwerk <a href="http://www.rechtaufstadt.net/netzwerk/isebek-initiative">Recht auf Stadt</a><br />
</em><br />
<br />
<strong><em><a href="http://www.isebek-initiative.de/spendenkonto.html">Spenden erwünscht</a></em></strong></p>
 
            </div>
        </content>
        
    </entry>

</feed>
